FAZ plus ArtikelAus für Autos befürchtet

Händler sorgen sich um Töngesgasse

Von Mechthild Harting
14.05.2022
, 11:30
Koexistenz: Auf der Töngesgasse müssen Radler, Fußgänger und Autofahrer miteinander klarkommen.
Die Stadt Frankfurt treibt die Mobilitätswende weiter voran: Jetzt soll die Töngesgasse als erste Straße in der Innenstadt umgestaltet werden. Das trifft auf Widerstand an der Nebenlage der Zeil.
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Für die 17 Geschäftsinhaber und die Industrie- und Handelskammer, die sich jetzt in einem offenen Brief an Frankfurts Verkehrsdezernent Stefan Majer wenden, gibt es keinen Zweifel: Ihre Straße, die Töngesgasse, ist „noch eine funktionstüchtige individuelle Einkaufsstraße“. Damit das so bleibt, fordern sie den Grünen-Stadtrat auf, ihre Vorschläge und „Kommentierungen der städtischen Pläne“ zu prüfen. Denn die Unternehmer treibt die Sorge um, dass die Töngesgasse nach der Umgestaltung des Oeder Wegs und den mittlerweile sehr konkreten Planungen für den Grüneburgweg die nächste Straße sein wird, aus welcher der Autoverkehr und mit ihm die Parkplätze verschwinden könnten – alles zugunsten von mehr Flächen für Fußgänger, Radfahrer und Außengastronomie.

„Wir sind kein Hochfrequenzstandort mit sehr vielen Passanten wie Zeil, Freßgass’ oder die Neue Kräme“, heißt es in dem offenen Brief. Vielmehr werde die schon seit langem zur Fahrradstraße deklarierte Gasse durch das ausgefallene Sortiment der Geschäfte, darunter viele Traditionsbetriebe, geprägt. Daher brauche es auch nicht viel Verkehrsraum für Fußgänger. Im Gegenteil: Die Geschäftsinhaber, die sich in der Interessengemeinschaft Töngesgasse zusammengeschlossen haben, sehen vielmehr die Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln als „Vorteil für die Töngesgasse als Einzelhandelsstandort“. Mehr noch, diese Erreichbarkeit sei „eine der wesentlichesten Voraussetzungen für ihren Erfolg“. Nicht zuletzt verweisen sie auf die zunehmende Zahl von Elektroautos, sodass die Zahl der Fahrzeuge in der Töngesgasse auch mit Blick auf die Emissionen an Bedeutung verliere.

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Mechthild Harting
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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