FAZ plus ArtikelStart-up aus Frankfurt

Cannabis-Beratung per Videocall

Von Falk Heunemann
23.02.2021
, 13:49
Das Start-up Algea Care will Patienten über medizinisches Cannabis aufklären. Besuche in der Praxis sind bei ihnen unnötig, die Gründer setzen auf Telemedizin.

Ist das legal? Die Frage ist eine der häufigsten, die Julian Wichmann hört, wenn er nach seinem Produkt gefragt wird. Denn der Arzt hat zusammen mit Anna Kouparanis vor wenigen Monaten in Frankfurt ein Unternehmen namens Algea Care gegründet, das ganz auf Cannabis als Medizin setzt und darüber digital aufklären will. Die Antwort, die Wichmann gibt: Ja, es ist legal, und das sogar schon seit vier Jahren. Das Problem: Bei so manchen Medizinern und Patienten hat sich das offenbar noch immer nicht herumgesprochen.

„Wir schätzen, dass maximal weniger als zwei Prozent der Ärzte medizinisches Cannabis anwenden, obwohl sie es dürften,“ sagt Wichmann. Und das, obwohl der Leidensdruck bei Patienten riesig sei. Das liege nicht einmal am Unwillen der Mediziner, sondern oft an mangelndem Wissen über die Möglichkeiten und die Rechtslage.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Heunemann, Falk
Falk Heunemann
Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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