Weniger Lehrverträge

Hessisches Handwerk wünscht sich mehr Flüchtlinge

15.01.2021
, 13:27
Das Handwerk in Hessen hofft auf mehr Lehrverträge mit Flüchtlingen. Weil die Sprachkenntnisse der Flüchtlinge immer besser würden, entschieden sich auch immer mehr für einen höheren Abschluss.

Das hessische Handwerk bedauert, dass nicht mehr Flüchtlinge bereitstehen, um eine Lehre zu beginnen. Die Erfahrungen mit denjenigen, die in der großen Welle 2015 und 2016 nach Deutschland gekommen waren, seien ausgesprochen gut, hieß es am Freitag vom Hessischen Handwerkstag, der Spitzenorganisation dieses Wirtschaftszweiges in diesem Bundesland.

Doch weil die Sprachkenntnisse der Flüchtlinge immer besser würden, entschieden sich auch immer mehr, länger auf die Schule zu gehen und einen höheren Abschluss zu machen statt eine Ausbildung zu beginnen.

Während 2019 im hessischen Handwerk noch 1143 Lehrverträge mit Flüchtlingen abgeschlossen worden seien, habe die Spitzenorganisation im vergangenen Jahr nur noch 775 registriert, also ungefähr ein Drittel weniger. Weil auch sonst das Interesse der jungen Menschen nicht groß genug sei, hätten die Betriebe in Hessen im vergangenen Jahr an die 1000 Lehrstellen nicht besetzen können.

Quelle: mak.
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