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Mobilfunk

Schuldenerlass für Mobilcom

18.10.2002
, 08:17
Neue Hoffnung für Mobilcom Bild:
Mobilcom scheint gerettet. Offenbar übernimmt Großaktionär France Télécom sämtliche Schulden der Büdelsdorfer. Die Börse reagierte euphorisch.
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Mobilcom hat mit France Télécom nach monatelangen Auseinandersetzungen offenbar eine Einigung über die Mobilcom-Schulden erzielt. Nach übereinstimmenden Angaben verschiedener Nachrichtenagenturen haben sich beide Parteien weitgehend darauf geeinigt, dass der Pariser Konzern die Mobilcom-Schulden von über 7,5 Milliarden Euro komplett übernehmen wird.

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Dazu zählen die bis Ende Oktober gestundeten 4,7 Milliarden Euro UMTS-Kreditlinien, 1,1 Milliarden an Lieferantenkrediten, sowie über eine Milliarde an Gesellschafterdarlehen, mit denen Mobilcom bei dem französischen Telekomkonzern in der Kreide steht. Zudem werde France Télécom weitere rund 500 Millionen Euro an Mobilcom überweisen, damit diese das UMTS-Geschäft bis auf Weiteres einfriert.

Insolvenzgefahr nicht völlig gebannt

Die Verträge seien allerdings noch nicht unterzeichnet. Es müssten noch mehrere Details geklärt werden, hieß es in den Kreisen weiter. „Der Deal ist vereinbart, aber noch nicht unterschrieben.“ Daher sei die Insolvenzgefahr für Mobilcom noch nicht endgültig gebannt. Ein Mobilcom-Sprecher wollte die Information nicht kommentieren. Auch das “Handelsblatt“ berichtete, dass sich der Mobilcom-Vorstand mit der Großaktionärin France Télécom weitgehend auf einen Schuldenerlass in Höhe von rund 7,5 Milliarden Euro geeinigt habe.

Das von der Insolvenz bedrohte Unternehmen hatte erst Anfang der Woche einen Aufschub zur Tilgung seiner UMTS-Kredite in Höhe von 4,7 Milliarden Euro bekommen. Bei der dritten Stundung innerhalb weniger Monate verlängerten die Banken die Frist allerdings nur noch um gut zwei Wochen bis zum 31. Oktober.

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Euphorische Kursreaktion

Die im Nemax50 notierte Mobilcom-Aktie legte zu Handelsbeginn fast 100 Prozent zu, gab aber schnell wieder die Hälfte der Gewinne ab. „Besser geht es nicht“, kommentierte ein Händler die jüngste Wendung der Ereignisse. Daran habe niemand so recht glauben mögen. Das Unternehmen habe jetzt eine echte Überlebenschance.

Quelle: @mey
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