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FAZ plus ArtikelMusterfeststellungsklage

VW bietet Kunden 830 Millionen

Von Marcus Jung, Frankfurt und Christian Müßgens, Hamburg
Aktualisiert am 17.02.2020
 - 18:27
Wie geht es weiter im Streit zwischen VW und den Verbraucherschützern?
Der Vergleich zwischen dem Autokonzern und Verbraucherschützern ist geplatzt. Diesel-Fahrer dürfen dennoch auf durchschnittlich knapp 2000 Euro hoffen.

Mehr als 440 000 Diesel-Fahrer, die sich der Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen angeschlossen haben, durchlebten am Freitag eine Achterbahnfahrt. Die Hoffnungen auf einen schnellen und für die Kunden lukrativen Vergleich, auf den der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) als Musterkläger in dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig wiederholt gedrängt hat, platzten am Mittag völlig unerwartet. Zugleich folgten gegenseitige Schuldzuweisungen, wer für die aus Kundensicht ernüchternde Nachricht verantwortlich ist. Bevor die Schuldfrage geklärt werden konnte, folgte der nächste Paukenschlag. Volkswagen bietet den Kunden in einer eigenen Lösung – also ohne die Verbraucherschützer – 830 Millionen Euro an, was im Schnitt 1880 Euro für jeden betroffenen Diesel-Fahrer wären. Allerdings ist noch unklar, ob und wie schnell diese Summe ausgezahlt wird und was das für die juristische Auseinandersetzung in Braunschweig bedeutet.

Forderungen der Klägeranwälte

VW ist eigenen Angaben zufolge schon in den Vergleichsverhandlungen mit dem VZBV bereit gewesen, für eine Beendigung des Streits 830 Millionen Euro zu zahlen. Dieser Vorschlag soll aber an den überzogenen Forderungen der Klägeranwälte gescheitert sein: „Diese faire Lösung für die Kunden scheiterte nur daran, dass die Prozessanwälte des Verbraucherzentrale Bundesverbands bis zum Schluss auf eine Pauschalzahlung in Höhe von 50 Millionen Euro für die Abwicklung des Vergleichs bestanden haben“, heißt es in einer Erklärung von VW. Konkrete Nachweise, für welche Leistungen diese Summe an die Anwälte der Sozietät RUSS Litigation gezahlt werden sollte, hätten diese nie geliefert. „Eine Zahlung ohne einen ausreichend konkreten Leistungsnachweis oder ohne rechtlichen Grund ist für Volkswagen jedoch unmöglich.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenbild/ Marcus Jung
Marcus Jung
Redakteur in der Wirtschaft.
Autorenporträt / Müßgens, Christian
Christian Müßgens
Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
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