FAZ plus ArtikelWirecard-Skandal

Nächste Anlegerklage gegen EY

Von Marcus Jung
Aktualisiert am 04.08.2020
 - 20:11
Auch die Wirtschaftsprüfung EY steht in der Kritik.
Weitere Klagen gegen den Wirtschaftsprüfer EY (vormals Ernst & Young) sind in Vorbereitung. Die Prozessfinanzierer sind keine Unbekannten.

Im Bilanzskandal von Wirecard sieht sich EY (vormals Ernst & Young) mit weiteren Schadenersatzforderungen konfrontiert. Der Prozessfinanzierer Omni Bridgeway bereitet zusammen mit der amerikanischen Prozesskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan für Wirecard-Anleger eine umfangreiche Klage in Deutschland vor. „Die Aktionäre haben sich verständlicherweise und in zunehmendem Maße auf die geprüften Finanzdaten von Wirecard verlassen“, erklärt Jeremy Marshall von Omni Bridgeway. Die Art der Insolvenz von Wirecard ziehe zwangsläufig ernsthafte Forderungen gegen den Wirtschaftsprüfer nach sich, und es sei nur recht und billig, dass man Aktionären die Chance auf Wiedergutmachung gebe, heißt es weiter. Omni Bridgeway wirbt um Anleger, die Aktien des Finanzdienstleisters aus Aschheim bei München ab April 2012 gekauft haben. Im Fall einer erfolgreichen Klage behält Omni Bridgeway einen Teil der erstrittenen Summe ein.

Hierzulande sind der Geldgeber und die Kanzlei keine Unbekannten: Als Omni Bridgeway führt die einstige Roland Prozessfinanz ihr Geschäft fort. Aktuell finanziert man Tausende von Verbraucherklagen gegen Volkswagen. Quinn Emanuel vertritt in Patentstreitigkeiten etwa den Daimler-Konzern und zieht für Gläubiger der einstigen HSH Nordbank vor Gericht.

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Quelle: F.A.Z.
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Marcus Jung
Redakteur in der Wirtschaft.
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