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Digitalkonferenz DLD

Europa will die Explosion der Datenmenge für sich nutzen

Von Carsten Knop, München
Aktualisiert am 19.01.2020
 - 16:22
Thierry Breton auf der DLD in München.
In der Technik werden die Karten immer wieder neu gemischt. Davon ist EU-Kommissar Thierry Breton überzeugt. Das sei die Chance für Europa. Sie heißt Edge-Computing.

Europa habe noch immer alle Chancen, mehr aus seinem riesigen Schatz an Industriedaten herauszuholen und sich gegen die Konkurrenz aus den Vereinigten Staaten und China zu behaupten. Davon ist Thierry Breton, der EU-Kommissar unter anderem mit Zuständigkeit für den digitalen Binnenmarkt, überzeugt. „Wenn wir alle gut zusammenarbeiten, wird die von-der-Leyen-Kommission die Wende im Umgang Europas mit Daten einleiten“, sagte Breton auf der Digitalkonferenz DLD in München.

Es werde ein „Davor“ und ein „Danach“ geben. „In der Welt von heute haben wir es insgesamt mit 35 bis 45 Zettabyte an Daten zu tun“, sagte Breton. „Das Gute daran ist: Diese Menge verdoppelt sich alle 18 Monate.“ Denn die Welt produziere immer mehr Daten: „Am Ende des Mandats der Kommission im Jahr 2024 wird der Planet 175 Zettabyte an Daten haben.“

Genau darin liege die Möglichkeit für Europa, im Wettbewerb aufzuholen: „Heute liegen 80 Prozent dieser Daten in Rechenzentren, 20 Prozent irgendwo verteilt, zum Beispiel in Autos und Handys. Noch in unserer Amtszeit wird sich diese Relation aber umkehren. Im Jahr 2025 werden nur noch 20 Prozent der Daten werden in der Cloud und in Rechenzentren liegen. 80 Prozent aber im ganzen Netzwerk verteilt. Das ist ein echter Paradigmen-Wechsel, der sich Edge-Computing nennt. Das wird alles verändern. Und es ist unsere Aufgabe, diese Veränderung als Chance für Europa zu nutzen“, sagte Breton.

Natürlich sei es die Aufgabe der Kommission, die Regeln für diese Welt festzulegen – und damit dafür, wie Daten in Europa verarbeitet werden müssten: „Unser Ziel in dieser ‚Post-Cloud-Ära‘ ist es, einfache Regeln zu finden. Das gilt ganz besonders mit Blick auf die Künstliche Intelligenz. Anders gesagt: Jeder ist hier willkommen, aber jeder muss auch wissen, dass wir in Kontinentaleuropa Autos auf der rechten Straßenseite fahren.“

Breton warnte zudem davor, Europa auf dem Gebiet der Mobilfunktechnik der fünften Generation (5G) schon heute abzuschreiben. Tatsächlich sei die Patentsituation mit Blick auf diese Technik in Europa glänzend, außerdem gehe es dabei nicht einfach nur um eine Telekommunikationsnetz. Und auch hier gelte: Jedes Unternehmen sei willkommen, wenn es sich an die Regeln halte, die in Europa gelten. Schon am Ende des Monats werde die Kommission dafür einen entsprechenden Werkzeugkasten vorstellen.

Man wisse, was auf dem Spiel stehe, und was man tue – auch auf dem Gebiet des Quantencomputing. Europa werde diese neue Welle der Daten nicht verpassen, versprach Breton.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Knop, Carsten
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