Fifa-Regeln

WM-Fußballer dürfen keine Beats-Kopfhörer tragen

19.06.2014
, 16:24
Ins WM-Stadion darf er so nicht: Mario Götze mit Beats-Kopfhörern.
Bei der Fußball-WM sind „Beats“-Kopfhörer verboten. WM-Sponsor Sony hat eigene Kopfhörer verschickt, um schöne Fotos zu bekommen. Doch die Spieler machen nicht mit.

Sie verzerren die Musik, und der Bügel bricht schnell durch, trotzdem sind die „Beats“-Kopfhörer bei den WM-Fußballern höchst beliebt. Brasiliens Torjäger Neymar, Englands Star Wayne Rooney, Deutschlands Mario Götze - alle sind mit den Kopfhörern zu sehen. Nur im Stadion müssen sie ein anderes Modell verwenden.

Weil Konkurrent Sony die Fußball-WM sponsert, erlaubt die Fifa keine „Beats“-Kopfhörer in den Fußballstadien - so berichtet es die Nachrichtenagentur Reuters. Dabei haben Fifa und Sony offenbar nicht an den Willen der Spieler gedacht. Denn die hören offenbar fast nur auf „Beats“.

Das gehört zur Marketing-Strategie des Unternehmens von Rapper Dr. Dre. Schon seit Jahren versorgt Beats Top-Sportler kostenlos mit Kopfhörern. Fußballer, Olympioniken, Hauptsache erfolgreich. Auf diese Weise ist Beats so cool geworden, dass selbst Apple davon profitieren will und im Mai drei Milliarden Dollar gezahlt hat, um das Unternehmen zu kaufen.

Jetzt sind die Fußballer tatsächlich Beats-Fans. Und Sony kommt kaum noch dagegen an. Auch die Japaner haben vor der Fußball-WM Kopfhörer an die Spieler verschickt - in der Hoffnung, dass diese im Stadion statt der verbotenen Konkurrenzprodukte die erlaubten Sony-Kopfhörer verwenden. Aufgegangen ist der Plan nicht.

Zwar verzichten die meisten Spieler im Stadion auf die verbotenen Kopfhörer - doch auch die Sony-Kopfhörer sind selten zu sehen. In ihrer Freizeit dagegen tragen viele Spieler nach wie vor die Beats-Kopfhörer. Das sei auch nicht weniger werbewirksam als offizielle Fotos, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters die frühere Apple- und Google-Managerin Ellen Petry Leanse, „vielleicht sogar mehr, denn Beats ist kein Sponsor, also wirkt diese Botschaft glaubwürdiger“.

Quelle: bern.
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