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CDU-Politiker fordert

„Wir brauchen einen Masterplan für künstliche Intelligenz“

 - 17:36

Der CDU-Politiker Thomas Jarzombek fordert für Deutschland einen Masterplan für künstliche Intelligenz (KI). Nachdem China angekündigt hat, mittels einer neuen Investitions-Initiative in den kommenden Jahren führend auf diesem wichtigen Gebiet werden zu wollen, müssen die Bundesrepublik und Europa reagieren, sagte der IT-Fachmann und Abgeordnete. „Wir brauchen in der neuen Legislaturperiode sofort einen Masterplan, in dem Forschung und Wirtschaft zusammenarbeiten.“

Diese Technologie sei „so entscheidend, dass wir sie nicht China überlassen dürfen, wo es ein ganz anderes Menschenbild gibt.“ Jarzombek warnte dabei davor, dass in Deutschland aus ethischen Bedenken nicht abermals eine Zukunftstechnologie verhindert werden dürfe.

Deutsche sorgen sich um Datensicherheit

Künstliche Intelligenz dringt mittlerweile in nahezu alle Wirtschaftsbereiche vor, überall da, wo es um großen Datenmengen geht, Routinen oder das Ermitteln und Erkennen von Zusammenhängen. In der Öffentlichkeit prominente Beispiele sind selbstfahrend Autos oder digitale Sprachassistenten. In China setzen die großen Technologieunternehmen Baidu, Alibaba und Tencent darauf, in den Vereinigten Staaten beispielsweise Alphabet (Google), Facebook und Microsoft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits gefordert, dass in der Europäischen Union notfalls Übernahmen von Start-Ups auf diesem Gebiet durch Firmen aus Amerika oder China verhindert werden sollten. Zudem solle die EU ihre Beihilferegeln in diesem Bereich lockern.

In den Bundestags-Wahlprogrammen der Parteien findet das Thema KI allerdings kaum Niederschlag: Im gemeinsamen Programm von CDU und CDU wird es zwei Mal erwähnt, in den Programmen von SPD, FDP, Grünen und dem gesonderten Bayernplan der CSU je einmal. Linkspartei und AfD erwähnen das Thema gar nicht.

Für viele Deutsche scheint derweil Datensicherheit besonders wichtig zu sein, wenn es um künstliche Intelligenz geht. Darauf deutet zumindest eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hin im Auftrag des IT-Dienstleisters VMware. Demnach gehen sieben von zehn Verbrauchern davon aus, dass zum Beispiel vollautomatische Dienstleistungen die Sicherheit ihrer persönlichen Daten gefährden. Auch Chatbots, Programme für automatisierte Kommunikation, sehen mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten als ein Sicherheitsrisiko.

Dennoch sehen zwei Drittel Vorteile in voll automatisierten Dienstleistungen. Zurückhaltung in Sachen KI könne sich vor allem für die Industrie negativ auswirken, warnte VMware-Chef Pat Gelsinger, denn vielen deutschen Unternehmen stünden „enorme Möglichkeiten“ offen.

Quelle: ala./Reuters/dpa
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