Die Zukunft trägt Brille
In Zukunft wird es Jugendliche geben, die gerne ihr Zimmer aufräumen. Denn dabei können sie eine sogenannte Virtual-Reality-Brille tragen. Der Haken für Eltern dabei: Die Kinder räumen nur eine virtuelle Variante auf.
So wie in dem Spiel „Elena“, das von Studenten entwickelt wurde und mit Hilfe der Virtuellen Realität die Spielfigur in ein Zuhause steckt, in dem sie ein Rätsel lösen muss - Aufräumen inklusive. Ausprobieren kann man es auf der Gamescom, der weltgrößten Spielemesse in Köln.
Mitunter sehen die Verrenkungen recht komisch aus, die Spieler machen, wenn sie solche Brillen von Unternehmen wie Samsung, Microsoft oder HTC tragen. Außerdem sind sie noch sehr teuer. Zwischen 700 und 800 Euro kosten die aktuellen Brillenmodelle, und bislang gibt es wenig Spiele, die Zocker mit der Technik der Virtuellen Realität in eine dreidimensionale Welt transportieren.
Trotzdem wird den Brillen nicht nur von Herstellern eine goldene Zukunft vorausgesagt, und die langen Schlangen an den Ständen der Gamescom stützen Zahlen von Umfrageinstituten, die ein riesiges Marktpotential in der Virtuellen Realität sehen. Vor ein paar Jahren war es undenkbar, dass Menschen auf dem Weg zur Arbeit, ins Smartphone vertieft, Handyspiele zocken. Jede Wette: Irgendwann werden die ersten Pendler mit VR-Brillen reisen - aller Lächerlichkeit zum Trotz.