FAZ plus ArtikelNegativzinsen

Die Freiheit des Sparers

Von Paul Kirchhof
09.09.2021
, 14:26
Die Zinspolitik der EZB zerstört die Ertragsfähigkeit des Eigenkapitals.
Die EZB zerstört mit ihrer Nullzinspolitik die Ertragsfähigkeit des Spareigentums – und bricht aus ihrem eigentlichen Auftrag aus. Ein Gastbeitrag.
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Martin Hellwig hat meinem Buch über den Negativzins eine kritische Betrachtung gewidmet. Seine Überlegungen zeigen, dass der Dialog zwischen Ökonomen und Juristen neu belebt werden muss.

Wer seine Freiheit mehren will, spart, um später ein Haus zu bauen, die Ausbildung seiner Kinder zu finanzieren, für sein Alter vorzusorgen. Diese wirtschaftliche Vorsorge ist individuell vernünftig. Sie ist auch staatspolitisch erwünscht, weil der Hauseigentümer sesshaft wird, die Qualifikation der nachfolgenden Generation sich verbessert, die eigene Altersvorsorge den Staat entlastet. Sie ist volkswirtschaftlich klug, weil eine Bank die Sparsumme in der Regel sachverständiger anlegt als der Sparer. Sparen bereitet zukünftige Investitionen des Sparers vor und erlaubt gegenwärtige Investitionen durch die Bank.

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