FAZ plus ArtikelGemeinsame EU-Schulden

Das wird teuer

Von Werner Mussler, Brüssel
Aktualisiert am 31.05.2020
 - 14:22
Krisenfinanzierung: Bundeskanzlerin Angela Merkel legt zusammen mit dem französischen Staatspräsident Emmanuel Macron die deutsch-französischen Ideen für einen „Wiederaufbaufonds“ vor. zur Bildergalerie
Die Kosten der Corona-Pandemie sind enorm. Deshalb sollen die EU-Staaten erstmals gemeinsame Schulden machen. Ist das der Anfang eines neuen Europa? Oder eine Gefahr?

Bis vor wenigen Wochen drohte das Coronavirus zum Spaltpilz Europas zu werden. Die EU-Staaten schlossen ihre Grenzen ohne Abstimmung mit den Nachbarländern, sie erließen Exportverbote für medizinische Ausrüstung und hatten überhaupt wenig Interesse daran, den Binnenmarkt und damit den EU-Kernbestand zu schützen. Stattdessen erhob sich schriller Streit über die Finanzierung der wirtschaftlichen Krisenfolgen.

Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Der innereuropäische Finanzstreit hat sich beruhigt, schon weil sich die von der Pandemie am stärksten betroffenen Länder Italien und Spanien nicht mehr als Opfer eines angeblich unbarmherzigen Nordeuropa darstellen können. Und immer öfter hört man auch in der EU die allgegenwärtige Phrase, in dieser Krise stecke eine große Chance.

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Quelle: F.A.Z. Woche
Autorenporträt / Mussler, Werner (wmu.)
Werner Mussler
Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
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