Abgassskandal

VW-Chef Müller kanzelt Porsche-Betriebsratschef Hück ab

25.07.2017
, 07:58
„Der Aufsichtsrat muss ganz sicher nicht belehrt werden“: Matthias Müller
Die Nerven im Abgasskandal liegen blank. Nachdem der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück am Wochenende der Audi-Chefetage vorwarf, „kranke Motoren“ zu liefern, zeigt sich VW-Chef Müller von den „Belehrungen“ genervt.
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VW-Konzernchef Matthias Müller hat die scharfen Angriffe von Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück gegen die Audi-Chefetage als „alles andere als hilfreich“ zurückgewiesen. „Der Aufsichtsrat muss ganz sicher nicht belehrt werden, wie er seine Arbeit zu tun hat“, sagte Müller, der auch Aufsichtsratschef bei Audi ist, der „Heilbronner Stimme“. Die Art und Weise von Hücks Äußerungen habe nichts mit der Unternehmenskultur im VW-Konzern zu tun: „Wir sollten miteinander reden - und nicht übereinander.“

Hück hatte den Audi-Aufsichtsrat aufgefordert, Vorstände der Schwestermarke wegen des Abgas-Skandals zu entlassen. Porsche habe von Audi „kranke Motoren“ geliefert bekommen. „Ich werde es nicht zulassen, dass Porsche durch Tricksereien von Audi in Gefahr gerät“, hatte Hück der „Bild am Sonntag“ gesagt.

Uwe Hück
Uwe Hück Bild: dpa

Auf die Vorwürfe der Kartellabsprachen unter den deutschen Autobauern wollte Müller nicht eingehen. „Zum aktuellen Sachverhalt kann ich nur sagen, dass wir uns zu Spekulationen und Sachverhaltsvermutungen, die auf der Grundlage der öffentlichen Berichterstattung beruhen, nicht äußern“, sagte er der Zeitung. Man arbeite aber kooperativ mit den Behörden zusammen. Nicht jede technische Kooperation zwischen Herstellern widerspreche dem Wettbewerbsrecht widerspricht, sagte Müller dem Blatt. Es sei üblich, dass Hersteller zu technischen Fragen kooperieren.

Mit Blick auf das Thema Elektromobilität sagte Müller: „Wir werden in Zukunft Elektroautos mit Reichweiten von bis zu 600 Kilometern anbieten können - zum Preis eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs.“ Der Diesel bleibe aber wichtig, er sei ein verbrauchsgünstiger Motor, der im Moment nicht wegzudenken sei, um die CO2-Vorgaben zu erfüllen.

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Quelle: Reuters/dpa
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