FAZ plus ArtikelSchule in der Pandemie

Lehrer als Blitzableiter

EIN KOMMENTAR Von Lisa Becker
17.04.2021
, 18:22
Bei vielen Eltern liegen die Nerven blank. Der große Frust von Müttern und Vätern richtet sich auch gegen die Lehrer. Was den Männern und Frauen an der Schulfront mehr helfen würde als Kritik.

Das Wort Homeschooling ist nun auch in Deutschland in aller Munde. Vorher kannte man es vor allem aus den Vereinigten Staaten, wo Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten, zum Beispiel aus weltanschaulichen Gründen oder weil sie dem Schulsystem wenig zutrauen. Mit ähnlichem Unterton wird jetzt auch hierzulande über das coronabedingte Homeschooling gesprochen: Die Schüler würden zu Hause vor allem von ihren Eltern und weniger von ihren Lehrern unterrichtet. Engagierte Pädagogen ärgert diese Sichtweise: Sie seien auch aus der Distanz in der Lage, guten Unterricht zu halten. Dennoch ist allen klar: Präsenzunterricht funktioniert besser.

Unstreitig ist, dass die Bedeutung der Eltern für das Lernen ihrer Kinder in der Corona-Krise noch mal kräftig gestiegen ist. Und so liegen bei vielen Eltern die Nerven blank. Der große Frust von Müttern und Vätern richtet sich auch gegen die Lehrer. So wirklich rund laufe der digitale Unterricht nicht, heißt es zum Beispiel. Oder: Manche Lehrer seien abgetaucht, während andere ihre Schüler mit Arbeitsaufträgen, selbst in Nebenfächern, überschütteten.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Becker, Lisa (lib.)
Lisa Becker
Redakteurin in der Wirtschaft
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