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FAZ plus ArtikelÖsterreichs Bundeskanzler

Immer ein bisschen gegen den Strich

Von Andreas Mihm
Aktualisiert am 29.05.2020
 - 14:50
Viel Feind’, viel Ehr’: So hat Kurz, der im August 34 Jahre alt wird, es schon oft gehalten.
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz lehnt gemeinsame Schulden der EU ab. Er hadert nicht nur mit dem Brüsseler Corona-Krisenpaket. Zuhause findet man das gut.

Zu den großen Talenten des Sebastian Kurz zählt seine klare An- und Aussprache. Das „Koste es, was es wolle“ des österreichischen Bundeskanzlers stand am Anfang der Wiener Corona-Politik. Zuletzt wurde es abgelöst vom „Tag und Nacht“, an dem Regierung oder Staatsbeamte daran arbeiteten, das Virus in Schach zu halten, seine gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen zu bekämpfen.

Vielleicht konnte die Regierung deshalb dem Parlament erst zum Schlusstag der Haushaltsberatung am Donnerstag per Änderungsantrag den um 20 Milliarden Euro Pandemie-Zusatzkosten auf 102 Milliarden Euro Ausgaben aktualisierten Budgetentwurf vorlegen. Im Herbst sollen Details folgen, auch zur Einnahmenseite. Bis dahin wird Kurz, im Kanzleramt unterstützt vom Beraterstab „Think Austria“ und dem „Covid-19 Future Operations Clearing Board“, mit Überschreitungsermächtigungen regieren.

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Quelle: F.A.Z.
Andreas Mihm - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Andreas Mihm
Wirtschaftskorrespondent in Wien.
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