Zahlungen an Bund und Länder

Steuereinnahmen steigen wieder

21.09.2021
, 08:00
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) besucht ein Evonik-Werk in Marl.
Bund und Bundesländer haben im August mehr Steuereinnahmen erhalten als ein Jahr zuvor. Doch das ist immer noch unter dem Wert von vor der Corona-Pandemie.

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind auch im August deutlich gestiegen. Sie summierten sich auf 55,7 Milliarden Euro und damit 8,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. In den ersten acht Monaten stiegen die Einnahmen um sieben Prozent binnen Jahresfrist auf fast 463 Milliarden Euro. Dies waren allerdings 1,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019 - und damit vor der Virus-Pandemie. Die Entwicklung der eher konjunkturabhängigen Steuerarten stehe aber im Einklang mit den zuletzt positiven Trends und Entwicklungen einzelner Wirtschaftsindikatoren, erklärte das Ministerium von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz.

Etwas Erholung

Die mit dem Abflauen der Corona-Krise anziehende Konjunktur dürfte sich positiv beim Fiskus niederschlagen. Das Bruttoinlandsprodukt war im Frühjahrs-Quartal um 1,6 Prozent gestiegen. Wirtschaft und Arbeitsmarkt erholen sich laut Finanzministerium zunehmend von den Folgen der Virus-Krise. Dabei leide die Industrie noch immer unter der globalen Knappheit bei bestimmten Materialien. „Einem raschen Abarbeiten der vollen Auftragsbücher stehen aktuell die coronabedingten Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten entgegen.“

Derweil lag die Inflationsrate im August mit 3,9 Prozent so hoch wie seit Ende 1993 nicht mehr. Dies begründete das Ministerium mit Sondereffekten wie der Senkung der Mehrwertsteuer vor einem Jahr. „Für das kommende Jahr ist mit einer Rückkehr zu moderateren Inflationsraten zu rechnen.“

Quelle: Reuters
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