FAZ plus ArtikelUnterhaltsunterlassung

Papa, der Sozialschmarotzer

Von Georg Meck
25.02.2019
, 11:50
Hunderttausende Männer drücken sich vor dem Unterhalt für ihre Kinder. Die Steuerzahler kostet das Milliarden. Trotzdem fasst die Politik die Sozialschmarotzer nur mit Samthandschuhen an. Jeder Autokratzer wird schärfer geahndet.

Die schönste Betrügerei ist aus Sicht des Täters jene, für die er nicht zur Rechenschaft gezogen wird. Straffreiheit als Lohn für Gaunereien – das gibt es nicht? Doch, durchaus. Der deutsche Wohlfahrtsstaat macht es möglich. Wer sich vor dem Unterhalt für das eigene Kind drückt, muss nicht zittern. Dafür rückt keine Polizei aus, niemand sitzt deswegen in einem deutschen Gefängnis – und sei der Schaden noch so hoch.

„Jeder Kratzer an einem Auto wird schärfer geahndet, als wenn ein Vater sein Kind im Stich lässt“, empört sich Ekin Deligöz, Haushaltspolitikerin der Grünen. Den Unterhalt zu verweigern, werde als Kavaliersdelikt behandelt. „Die Allgemeinheit muss dafür aufkommen.“

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.S.
Georg Meck - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Georg Meck
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot