FAZ plus ArtikelAutoteile-Händler Autodoc

Das Wachstumswunder aus Berlin

Von Daniel Mohr
18.05.2021
, 13:33
Von null auf zehn Milliarden Euro ohne fremde Hilfe: Das klingt unglaublich. Aber drei Spätaussiedler aus Sibirien haben es mit einem Autoteile-Handel nach ganz oben geschafft.

Die üblichen Tech-Erfolgsgeschichten in Deutschland gehen so: Jungs aus gutem Hause machen Abi, besuchen Privat-Unis wie die WHU in Vallendar oder die European Business School in Oestrich-Winkel, bauen auf dem guten Kontaktnetz auf, bekommen Geld von den immer wieder gleichen Wachstumsfinanzierern und schaffen es irgendwann an die Börse und sind reich.

Die Geschichte von Alexej Erdle geht anders. Er ist Wolgadeutscher. Kommt 1993 aus Sibirien als Spätaussiedler mit seinen Eltern nach Berlin. Er besucht noch zwei Jahre die Grundschule, dann ein Gymnasium, geht nach der zehnten Klasse ab und wird Kfz-Mechaniker. Über seinen Bruder lernt er Vitalij Kungel und Max Wegner kennen. Auch beides Wolgadeutsche, die als Kinder aus Sibirien nach Berlin kamen. Sie haben die Idee, Autoteile übers Internet zu verkaufen. 60 Euro sollten sie für eine neue Autolampe im örtlichen Fachhandel zahlen. Im Internet hatten sie eine für fünf Euro entdeckt.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.S.
Daniel Mohr  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Daniel Mohr
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot