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Klage wegen Glyphosat

Bayer verliert weiteres US-Verfahren

10.08.2021
, 03:24
Bayer hat 2018 den US-Konzern Monsanto gekauft und sich damit viel Ärger eingehandelt. Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Bayer muss einem an Krebs erkrankten Ehepaar mehr als 70 Millionen Euro zahlen. Auch in der Berufung gab ein amerikanisches Gericht den Klägern recht. Ein anderes Verfahren wegen Glyphosat hat gerade erst begonnen.
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Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat auch im dritten seiner US-Berufungsverfahren wegen angeblicher Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat eine Schlappe kassiert. Das zuständige Gericht in San Francisco bestätigte am Montag ein Urteil, wonach Bayer für Krebserkrankungen der Kläger Alberta und Alva Pilliod haften muss.

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Geschworene in Kalifornien hatten den Konzern 2019 zunächst zu Schadenersatz- und Strafzahlungen von rund zwei Milliarden Dollar an das Ehepaar verurteilt. Später war der Betrag vom Gericht auf 86,7 Millionen Dollar (73,9 Mio Euro) reduziert worden.

Ein Sprecher von Bayer erklärte, das Unternehmen respektiere die Entscheidung des Gerichts, sei damit aber nicht einverstanden. Das Urteil sei nicht durch die Beweislage beim Prozess oder geltendes Recht gedeckt. Der Konzern sondiere seine Optionen für eine erneute Überprüfung des Falls.

Folge der Monsanto-Übernahme

Bayer hatte sich diesen und viele andere Rechtskonflikte 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des amerikanischen Saatgutriesen Monsanto ins Haus geholt. Bayer ist in den USA mit zahlreichen weiteren Glyphosat-Klagen konfrontiert, die der Konzern eigentlich gerne mit einem großen Vergleich beilegen würde.

Nur drei Fälle wurden bislang abschließend vor US-Gerichten verhandelt, alle drei Prozesse verlor der Dax-Konzern. Auch in Berufungsverfahren hatte Bayer bislang keine Erfolge. Ein vierter Prozess gegen den Konzern läuft seit Kurzem in Kalifornien. Die Leverkusener setzen aber große Hoffnungen darauf, eines der Urteile vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten kippen zu lassen.

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Für den Fall, dass der Supreme Court sich mit dem Glyphosat-Verfahren nicht befassen will oder gegen Bayer entscheidet, bildete der Konzern jüngst weitere Rückstellungen von 4,5 Milliarden Dollar. Zuvor hatte Bayer bereits mehr als elf Milliarden Dollar für ein Vergleichspaket zur Beilegung von US-Klagen zur Seite gelegt.

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Quelle: dpa
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