FAZ plus ArtikelNeues Chip-Werk

„Es könnte gar nicht besser für uns laufen“

Von Ilka Kopplin
17.09.2021
, 17:48
Im Herzen der Fabrik: Der Reinraum der neuen Chip-Fabrik von Infineon im österreichischen Villach.
Mitten in der globalen Chip-Krise hat Infineon im österreichischen Villach sein neues Halbleiter-Werk eröffnet. Künftig sollen dort jährlich Chips im Wert von rund 2 Milliarden Euro gefertigt werden. Ein Besuch.

Halle 18 sieht von außen nicht viel anders aus als andere Gebäude auf dem weitläufigen Werksgelände des Chipherstellers Infineon am österreichischen Traditionsstandort Villach. Groß und grau, viel Beton, viel Stahl, etwas Glas. Die Halle ist fünf Etagen hoch und erstreckt sich auf einer Fläche von mehreren Fußballfeldern. Doch der Bau hat es in sich. Er ist Infineons neue Chip-Fabrik und hat alles in allem 1,6 Milliarden Euro gekostet. Seine Errichtung hat knapp drei Jahren gedauert. Heute ist die Fabrik die Hoffnung der europäischen Industrie. Denn der mangelt es derzeit vor allem an Chips.

EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton weiß, was das heißt: Die neue Infineon-Fab wurde inmitten des globalen Chip-Engpasses fertig gestellt – und Infineon ist mit seiner neuen Fabrik nicht allein. Vor wenigen Wochen hatte Bosch in Dresden ein neues Chipwerk eröffnet. Der amerikanische Auftragsfertiger Globalfoundries steckt eine weitere Milliarde Euro in seine sächsischen Werke. Der Schweizer Chipkonzern STMicroelectronics investiert allein dieses Jahr 2 Milliarden Euro in seine hiesigen Fabriken. Die europäischen Hersteller rüsten auf. Sie machen erste Schritte, damit sich Europa auf dem Halbleitermarkt künftig unabhängiger aufstellen kann.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Kopplin, Ilka
Ilka Kopplin
Redakteurin in der Wirtschaft.
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