FAZ plus ArtikelErste Fabrik in Deutschland

Wie eine Erfindung Europa auf den Kopf stellte

Von Stefanie Diemand und Stephan Finsterbusch
10.08.2022
, 15:23
Das große Wasserrad samt der Königswelle, das alle Maschinen der Ratinger Fabrik am Laufen hält.
Aus einer Mühle wurde vor 240 Jahren die erste Fabrik Deutschlands – das wälzte ganze Gesellschaften um und schuf riesige Reichtümer. Heute gibt es so viele Fabriken, wie noch nie zuvor. Wie sieht es mit ihrer Zukunft aus?
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Die Revolution in Kontinentaleuropa hatte in Ra­­tingen bei Düsseldorf begonnen. Binnen weniger Jahre breitete sie sich über ganz Europa aus, stellte die Wirtschaft auf den Kopf, wälzte ganze Gesellschaften um und schuf ungeheure Reichtümer. Als vor ziemlich genau 240 Jahren Graf von Spee dem Elberfelder Kaufmann Johann Gottfried Brügelmanns die alte Ratinger Mühle an der Anger verpachtete, war der Startschuss der industriellen Revolution in Deutschland gefallen.

Aus der Mühle wurde die erste Fabrik des Landes. Sie wurde Cromford genannt und steht am Anfang einer Entwicklung, die bis heute anhält. Wurden die Maschinen zunächst von riesigen Wasserrädern angetrieben, hielt man sie später durch Dampf und Strom am Laufen. Heute setzt man auf Automatisierung, Bits und Bytes, auf Arbeit ohne Arbeiter und Roboter mit Künstlicher Intelligenz. Es gibt Fabriken, die so groß sind wie eine Stadt und Fabriken, die sind so berühmt sind wie ein Popstar. Eine der bekanntesten Fabriken hat es aber vermutlich nie gegeben. Dafür wurde viel über sie rezensiert, philosophiert und gestritten.

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In den kommenden Wochen werden Re­dakteure der F.A.Z. eine Vielzahl von Fa­briken in Deutschland vorstellen. Dafür sind sie durchs Land gefahren, haben alte und neue Fabriken besucht, moderne und auch sehr traditionelle. Sie fuhren nach Penig in Sachsen, zur ältesten noch aktiven Fabrik in Deutschland, oder nach Amberg, in Bayern, zu einer der modernsten Fabriken in der Welt. Sie haben sich das Handwerk hinter der Bleistiftproduktion an­geschaut, sich gefragt, wie eine Batterie ent­steht, die nicht nur ein Auto, sondern auch Schiffe antreibt. Und sie haben eine Fabrik besucht, die zwar unter Denkmalschutz steht, sich aber seit hundert Jahren im harten Wettbewerb behaupten muss.

Vieles hat sich verändert, seitdem Adam Smith sein Grundlagenwerk 1776 verfasst und die Brügelmann-Familie in Ratingen die erste Fabrik Deutschland errichtet hat. Eines blieb aber bis heute gleich: Arbeitsteilung schafft Wohlstand. Und die Fabriken in Deutschland sind das beste Beispiel hierfür.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Diemand, Stefanie
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Stephan Finsterbusch  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
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