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Die Deutsche Bank ruft nach mehr Industriepolitik

Von Tim Kanning
17.01.2021
, 16:07
Das Frankfurter Geldhaus sieht die gemeinsamen Corona-Hilfskredite von KfW und Geschäftsbanken als Erfolgsmodell. So sollte nun auch die Transformation der Wirtschaft in Bereichen wie Verkehr und Künstlicher Intelligenz finanziert werden.

Während aktuell heftig über die Fehler in den Corona-Hilfen gestritten wird, denkt die Deutsche Bank schon einen Schritt weiter. Sie sieht die Hilfskredite, die die staatliche Förderbank KfW und die Geschäftsbanken gemeinsam vergeben haben, als Erfolgsgeschichte und plädiert nun dafür, das Modell auch für die nächsten Mammutaufgaben der deutschen Wirtschaft zu übernehmen: Transformationen wie die Verkehrswende hin zu elektrischem und automatisiertem Fahren oder die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) könnten nicht allein über Bankkredite und den Kapitalmarkt finanziert werden. Diese These und ein ganzes Bündel von Lösungsvorschlägen will die Bank nach Informationen der F.A.Z. in dieser Woche mit der Bundesregierung diskutieren.

Im Kern geht es darum, dass die Zukunftsinvestitionen aus Sicht der Bank zu riskant für private Kapitalgeber sind und daher der Staat einen Großteil des Risikos übernehmen soll. Dazu sollte er einerseits – analog zu den Corona-Hilfen – zusammen mit den Banken Kredite vergeben und einen Teil des Ausfallrisikos übernehmen. Andererseits soll er nach Vorstellung der Bank aber auch häufiger über stille Beteiligungen direkt in Unternehmen einsteigen, um ihnen das nötige Kapital für Forschung und Entwicklung bereitzustellen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenpoträt / Kanning, Tim (kann.)
Tim Kanning
Redakteur in der Wirtschaft.
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