FAZ plus ArtikelDiesel-Skandal

Großaktionäre zufrieden, Kleinanleger enttäuscht

Von Carsten Germis und Marcus Jung
Aktualisiert am 21.05.2020
 - 17:38
Keine Pflichtverletzung, sagt der Aufsichtsrat: Chefkontrolleur Pötsch (links) und der Vorstandsvorsitzende Diess
Mit der Einstellung des Strafverfahrens gegen führende Köpfe von VW wird die Aufklärung des Diesel-Skandals schwerer.

Es ist kein Freispruch, schon gar kein Freispruch erster Klasse. Doch regelmäßige, unangenehme Termine vor Gericht bleiben VW-Chef Herbert Diess und dem Aufsichtsratschef des Unternehmens, Hans Dieter Pötsch, erspart, nachdem das Strafverfahren wegen möglicher Marktmanipulation am Landgericht Braunschweig vor einem möglichen Hauptverfahren am Mittwoch per Geldauflage beendet worden ist. Die 9 Millionen Euro – 4,5 Millionen je Person – hat Volkswagen schon an das Land Niedersachsen überwiesen.

Die beiden größten Anteilseigner, die Familien Porsche und Piëch und das Land Niedersachsen zeigten sich zufrieden. Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch „unterstützen und begrüßen die jetzt getroffene Entscheidung“, hieß es. Beide agieren als Sprecher der Eigentümerfamilien, die mehr als die Hälfte der Stammaktien des weltgrößten Autokonzerns halten. Die Porsche-Holding erklärte in Stuttgart, man habe bei der Anklageerhebung gegen Diess und Pötsch im September des vergangenen Jahres betont, „uneingeschränkt hinter den Herren zu stehen“.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Germis, Carsten (cag.)
Carsten Germis
Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
Autorenbild/ Marcus Jung
Marcus Jung
Redakteur in der Wirtschaft.
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