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Europa kann auch Batterien

Von Sebastian Balzter und Marcus Theurer, Frankfurt
03.07.2020
, 11:01
Europa schien im Rennen um Stromspeicher für E-Autos abgehängt. Doch das ändert sich gerade – und ein schwedisches Start-up ist der größte Hoffnungsträger.

Europas Aufholjagd im globalen Elektroauto-Rennen beginnt an einem unwahrscheinlichen Ort. Skellefteå ist eine abgelegene Kleinstadt mit 35 000 Einwohnern hoch oben im Norden Schwedens, neun Autostunden von Stockholm entfernt. Ausgerechnet hier soll ein Meilenstein für die europäische Autoindustrie gesetzt werden – und zwar von einem Unternehmen, dessen Name bisher nur Fachleuten geläufig ist: Das schwedische Start-up Northvolt will nächstes Jahr in Skellefteå als erster heimischer Hersteller in Europa eine Fabrik eröffnen, in der Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos in Großserie gefertigt werden.

Bisher sind Europas Autohersteller bei dieser Schlüsseltechnologie fast vollständig von asiatischen Batterielieferanten abhängig. So wie der schwäbische Autokonzern Daimler. Das Unternehmen verkündete am Freitag eine Partnerschaft mit dem chinesischem Batteriehersteller Farasis. Kein anderes europäisches Unternehmen ist so weit wie Northvolt, zu dessen Investoren unter anderem die deutschen Konzerne Volkswagen und BMW sowie die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs zählen, aber auch eine schwedische Versicherung und die Beteiligungsgesellschaft des Möbelkonzerns Ikea. Das Fabrikgelände in Skellefteå ist so groß wie 70 Fußballfelder, zwei der drei Gebäudeblöcke stehen schon. „Die grünsten Batterien der Welt“ werde man hier fertigen, verspricht Northvolt vollmundig und investiert dafür rund 1,6 Milliarden Euro.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Balzter, Sebastian
Sebastian Balzter
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