Mercedes auf Me Convention

Mit Smart und EQ in die elektrische Zukunft

Von Boris Schmidt, Stockholm
05.09.2018
, 06:59
SUV – aber elektrisch: Mercedes will mit dem EQC die Elektromobiliät revolutionieren.
„Die Nachfrage war noch nie so groß“: Ola Källenius, Entwicklungs-Chef von Mercedes-Benz, hat Smart noch lange nicht abgeschrieben. Der Fokus in Sachen Elektromobilität liegt derzeit aber auf einem SUV.
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In Stockholm feiert Mercedes-Benz die Weltpremiere seines neuen, rein elektrischen SUV. Auf dem EQ C ruhen große Hoffnungen, dass endlich der Durchbruch in Sachen E-Mobilität beginnt. Dabei ist Elektromobilität kein Neuland im Daimler-Konzern. Den elektrischen Smart gibt es schon seit 2007, aktuell wird die vierte Generation des Stadtwagens verkauft, und die Nachfrage danach sei noch nie so groß gewesen, sagte Mercedes-Entwicklungschef Ola Källenius im Gespräch mit FAZ.NET.

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Deshalb habe man auch entschieden, aus Smart eine reine Elektroauto-Marke zu machen, so Källenius weiter. Nur noch bis 2020 werde es konventionelle Smart, also mit Verbrennungsmotor betriebene, geben. Danach werde Smart wie EQ zu einer reinen Elektro-Marke. Bei den zehn neuen E-Autos, die es vom Daimler-Konzern bis 2022 geben werde, seien auch Smart dabei.

Smart wird „smart“: Die Mercedes-Tochter will ab 2020 nur noch Elektroautos vertreiben.
Smart wird „smart“: Die Mercedes-Tochter will ab 2020 nur noch Elektroautos vertreiben. Bild: dpa

Jetzt gelte aber der Schwerpunkt selbstverständlich dem EQC, auf den große Hoffnungen gesetzt werden. Er sei durch und durch ein Mercedes mit keinerlei Abstrichen in keinerlei Hinsicht. Auch die passive Sicherheit entspreche voll und ganz einem vergleichbaren Mercedes-SUV mit Verbrennungsmotor, ebenso das Platzangebot. Es gebe sogar auf Wunsch eine Anhängerkupplung (1800 Kilo Anhängelast).

Die 650 Kilogramm schwere Batterie (inklusive der Schutzeinrichtungen) im Wagenboden garantiere eine Reichweite von 450 Kilometer, die beiden Motoren mit zusammen 300 kW Leistung (408 PS) mehr als ausreichende Fahrleistungen. Die 80-kWh-Batterie lasse sich in 40 Minuten von zehn Prozent Ladezustand auf 80 Prozent bringen, eine entsprechende Ladestation voraus gesetzt. Und auch das Bezahlen sei ganz einfach. Mit der App „Mercedes me“ finde man schnell die nächste Ladestation, und abgerechnet werden dann nicht mit dem Stromanbieter, sondern mit Mercedes.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Schmidt, Boris
Boris Schmidt
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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