FAZ plus ArtikelBenoît Cœuré

Macrons Mann gegen Big Tech

Von Niklas Záboji, Paris
14.01.2022
, 09:27
Benoît Cœuré
Über Frankreichs Wettbewerb soll fortan der frühere EZB-Direktor Benoît Cœuré wachen. Seine Berufung lässt sich auch als Kampfansage verstehen. Denn der Finanzprofi soll eine wichtige Schaltstelle besetzen.
ANZEIGE

Ganz weg war er nie. Auch nach seiner achtjährigen Amtszeit als Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB) mischt Benoît Cœuré mit, nur eben nicht mehr aus dem Frankfurter Ostend, sondern aus Basel. Bei der dort ansässigen Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) wurde der Franzose Anfang 2020 zum Leiter des neu geschaffenen Innovationslabors. Cœuré blieb damit am Puls der Zeit: Als „Notenbank der Notenbanken“ ist die BIZ Dreh- und Angelpunkt für Diskussionen über digitales Zentralbankgeld und über die Regulierung von Kryptowährungen.

ANZEIGE

Auch in dieser Position meldet sich der 52 Jahre alte Finanzprofi zu Wort. Etwa mit Aussagen wie: „Wenn große Techunternehmen Finanzdienstleistungen anbieten, zementieren sie damit ihre Marktmacht.“ Nach Cœurés Auffassung sollten die Facebooks dieser Welt mit ihren neuen Zahlungssystemen stärker an die Kandare genommen werden. Selbiges gelte für Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. Andernfalls drohten systemische Risiken für die Finanzwelt.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Zaboji, Niklas
Niklas Záboji
Wirtschaftskorrespondent in Paris
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE