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Kurz vor Trumps Amtsantritt

Fiat Chrysler will 2000 neue Jobs in Amerika schaffen

 - 07:50
Fiat Chrysler will umgerechnet 950 Millionen Euro in zwei amerikanische Werke investieren.

Nach Drohungen des designierten Präsidenten Donald Trump gegen mehrere Autokonzerne hat Fiat Chrysler die Schaffung von 2000 Arbeitsplätzen in Amerika angekündigt. Wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte, sollen die neuen Jobs in zwei Fabriken in den Bundesstaaten Michigan und Ohio entstehen. Der Konzern will nach eigenen Angaben bis 2020 eine Milliarde Dollar (rund 950 Millionen Euro) in die Standorte investieren. Fiat Chrysler verkündete am Vorabend der wichtigsten amerikanischen Automesse in Detroit, man wolle so den Jeep Wagoneer wiederbeleben – einen Klassiker, dessen Produktion 1991 eingestellt worden war.

Trump tritt am 20. Januar sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten an. Er hatte schon in seinem Wahlkampf wiederholt massiven Druck auf amerikanische Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Dabei griff er unter anderem den Autobauer Ford an und kündigte einen Einfuhrzoll von 35 Prozent für in Mexiko produzierte Autos an.

Am Dienstag hatte Ford mitgeteilt, dass der Konzern nun doch nicht 1,6 Milliarden Dollar in ein neues Werk im mexikanischen San Luis Potosí investieren, sondern stattdessen 700 neue Arbeitsplätze im Bundesstaat Michigan schaffen werde. Das amerikanische Unternehmen beteuerte, dass es diese Entscheidung unabhängig getroffen habe. Trump hatte zuletzt auch General Motors (GM) und dem japanischen Konzern Toyota mit Strafzöllen gedroht.

Fiat Chrysler hat der designierte amerikanische Präsident noch nicht direkt gedroht. Der amerikanisch-italienische Autobauer hatte kürzlich aber die Produktion seines Jeeps Compass nach Mexiko verlagert. Ab Ende Januar sollen die ersten Wagen in die Vereinigten Staaten exportiert werden. Mit den Investitionen in zwei Fabriken in Amerika will Fiat Chrysler nun seine „Verpflichtung zur Stärkung seiner Produktionsbasis in den USA demonstrieren“, wie das Unternehmen unmittelbar vor Beginn der Automesse in Detroit mitteilte.

Quelle: hade./AFP/dpa
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