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Nach zwei Jahrzehnten

Videospielserie Fifa bekommt einen neuen Namen

10.05.2022
, 19:18
PSG-Profi Kylian Mbappé ziert das Cover von „Fifa 22“ Bild: picture alliance / NurPhoto
Schock für alle Fifa-Fans: Das bekannte Fußball-Videospiel wird umbenannt. EA Sports und der Weltfußballverband beenden die Zusammenarbeit.
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Hunderttausende Menschen rund um den Globus spielen es vermutlich in diesen Sekunden, vielen mehr ist der Name ein Begriff: Die Videospielserie Fifa, in dem Spieler echte Fußballspiele simulieren können und das nach dem Weltfußballverband benannt ist. Seit 23 Jahren erscheint jährlich eine neue Version des Spieles mit den aktuellsten Spielern, Trainern, Stadien und Vereinen aus der Welt des Profifußballs. Die Fans müssen sich ab dem kommenden Jahr aber an eine neuen Namen gewöhnen: Wie der Hersteller des Spieles Electronic Arts (EA) am Dienstagabend bekannt gegeben hat, wird die Spielereihe in „EA Sports FC“ umbenannt und die Kooperation mit der Fifa nach 30 Jahren beendet. Offenbar war es den beiden Parteien nicht gelungen, eine neue Lizenzvereinbarung zu erzielen.

Alles, was die bisherigen Spiele ausgemacht habe, sei weiterhin vorhanden, heißt es in einem am Abend veröffentlichten Blogeintrag des Unternehmens. Man arbeite weiter mit offiziellen Lizenzpartnern aus dem Profifußball zusammen, etwa für Ligen, Spieler, Stadien und Fußballvereine. In diesem Herbst soll noch eine Version zusammen mit der Fifa erscheinen. Der Entwickler spricht vom „größten FIFA aller Zeiten“.

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Schon im Oktober hatte ein EA-Manager einen Namenswechsel angedeutet und Probleme in den Verhandlungen mit dem Weltfußballverband an die Öffentlichkeit getragen. Es gab Spekulationen darüber, dass es dabei um die Kosten für die Lizenz gegangen sei. Dem „Spiegel“ sagte David Jackson, der stellvertretende Vorsitzende für die Marke EA Sports Fifa, nun, daran seien die Gespräche nicht gescheitert. „Natürlich spielt Geld bei jeder Verhandlung eine Rolle“, sagte Jackson. „Aber ich denke, dass es für keine der beiden Seiten der entscheidende Faktor war.“ Es sei wichtig, die Freiheit zu haben „möglichst beeindruckende Erlebnisse zu erschaffen“, sagte der Manager. Als Lizenzpartner der Fifa sei das bisher „nicht zwangsläufig möglich“ gewesen.

Ausgebremst sieht sich EA Sports demnach dadurch, dass es aufgrund des Namens-Deals derzeit nicht unabhängig vom Verband entscheiden kann, mit welchen Drittfirmen es für und rund um sein Fußball-Videospiel kooperiert. Es gebe kein Zurück mehr, das Bekanntmachen des neuen Namens sei keine Verhandlungstaktik. Ein Statement der Fifa lag am Dienstagabend noch nicht vor.

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Die Fußballsimulation FIFA gehört laut Branchenverband game seit Jahren zu den meistverkauften Spielen in Deutschland. Um das Spiel hat sich ein breites E-Sport-Ökosystem entwickelt, bei dem auch die DFL und viele deutsche Fußballvereine stark involviert sind. Das Ende der Partnerschaft mit dem Weltfußballverband Fifa setzte Electronic Arts schon kurz nach der Verkündung zu. Die Aktien des Anbieters fielen an der Wall Street um 2,5 Prozent.

Quelle: jvb./dpa
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