FAZ plus ArtikelAtomausstieg

„Deutschland steuert in eine unglückliche Situation“

Von Christoph Schäfer und Niklas Záboji
22.04.2021
, 16:00
Der Generaldirektor der globalen Kernenergie-Behörde bedauert den deutschen Atomausstieg. Global gesehen sei die einzige Frage, welche Art von Reaktoren künftig gebaut werden.

Herr Magwood, zur Stunde diskutieren 40 Staaten über die richtige Klimapolitik. Deutschland steigt bis Ende nächsten Jahres endgültig aus der Kernenergie aus, strebt aber nach schneller CO2-Neutralität. Ist das ein Widerspruch?

Die Energieversorgung ist ein komplexes Feld, jedes Land sollte seine eigenen Entscheidungen treffen. Manche bauen Kernkraftwerke, andere fahren sie herunter. Deutschland erzeugt viel Strom aus erneuerbaren Energien. Das ist ein Experiment und wir werden genau beobachten, ob es funktioniert. Ihre Frage lässt sich in zehn Jahren besser beantworten als jetzt.

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Über William Magwood

William Magwood ist Generaldirektor der Nuclear Energy Agency (NEA), einer zwischenstaatlichen Institution innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die bei Paris angesiedelte und mehr als 60 Jahre alte Behörde hat zum Ziel, die globale Zusammenarbeit im Bereich der fortgeschrittenen Nukleartechnologie zu erleichtern. Der Amerikaner Magwood steht der NEA seit 2014 vor. Davor war der studierte Physiker und Anglist einer der fünf von Präsident Barack Obama ernannten Kommissare der Nuclear Regulatory Commission, der Aufsichtsbehörde für Kernenergie in den Vereinigten Staaten.

Quelle: FAZ.NET
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Christoph Schäfer
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und Finanzen Online.
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Autorenporträt / Zaboji, Niklas
Niklas Záboji
Redakteur in der Wirtschaft.
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