FAZ plus ArtikelKaminbauer Leda

„Wir sind doch alle ein bisschen Pyromanen“

Von Susanne Preuß, Leer
30.05.2022
, 15:28
Faszination Feuer: Ein Holzscheit brennt in einem Kaminofen von Leda.
Mit der richtigen Technik kann Holz ein umweltfreundlicher Brennstoff sein, verspricht Folkmar Ukena, Chef des Kaminbauers Leda. Es kommt auf die richtige Temperatur an.
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Wer Kaminöfen herstellt, hat viele Gegner. Die Sache mit dem Feinstaub wird immer wieder vorgebracht, anderen geht es um CO2 oder Methan, neuerdings stört man sich auch an der Verschwendung von Holz. „Politisch sind wir nicht gewollt“, stellt Folkmar Ukena fest, der geschäftsführende Gesellschafter des Ofenspezialisten Leda.

Und mit einem leicht bitteren Unterton fährt er fort: „Da sind zum Teil wirklich militante Leute unterwegs, die mit alten und falschen Werten argumentieren.“ Das lässt an ignorante Wutbürger denken, aber zu den Skeptikern zählt auch das Umweltbundesamt. Dort beginnt ein neuerer Beitrag auf der Homepage mit einem klaren Appell: „Verzichten Sie aus Klimaschutz-, Luftreinhalte- und ökologischen Grünen auf die Nutzung von Holz zur Wärmeversorgung Ihres Hauses.“

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Das Unternehmen & der Unternehmer

Im Jahr 1873 wurde die heutige Leda Werk GmbH & Co. KG als Gießerei gegründet. Das ostfriesische Leer, über Leda und Ems mit der Nordsee verbunden, verschaffte Zugang zu Rohstoffen wie Roheisen und Koks. Anfangs spielten Teile für Mühlen und für den Schiffbau eine große Rolle, heute ist das Unternehmen stark fokussiert auf die Herstellung von gusseisernen Kaminöfen und vor allem Heizeinsätzen für Kachelöfen und andere Heizsysteme, die in einer vollstufigen Produktion selbst hergestellt werden. Rund 160 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von 45 Millionen Euro. Ein Viertel davon wird im Ausland erzielt.

Der 64 Jahre alte Ingenieur und Wirtschaftswissenschaftler Folkmar Ukena, immer auf Verbesserungen bedacht, hatte bei Philips die Enge eines Konzerns kennengelernt. Eher spaßeshalber bewarb er sich bei Leda in seiner Heimatstadt Leer, wo sein Vater es vom Lehrling zum Geschäftsführer gebracht hatte. Plötzlich und auf Pump wurde Folkmar Ukena auch Gesellschafter: Weil durch Marktverwerfungen in den 1990er-Jahren dringend frisches Kapital nötig war, musste sich die Führungsriege am Unternehmen beteiligen. Heute ist Folkmar Ukena mit 24 Prozent größter Anteilseigner von Leda nach der Erbin Hilke Wolff.

Quelle: F.A.Z
Autorenporträt / Preuss, Susanne
Susanne Preuß
Wirtschaftskorrespondentin in Hamburg.
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