FAZ plus ArtikelHotelkette Centro

„Das Reiseverhalten wird sich verändern“

Von Christine Scharrenbroch, Düsseldorf
29.04.2020
, 14:29
Die Hotelkette Centro hat fast alle Häuser geschlossen. Dabei war in diesem Jahr der ganz große Aufschlag mit neuen Marken geplant. Nun fordern die Chefs ein politisches Rettungspaket.

Im Frühjahr sollte die ehrgeizige Expansion der Hotelkette Centro weitergehen. Geplant war die Eröffnung von zwei weiteren Häusern der jungen Budget-Marke Ninety Nine, mit der das Familienunternehmen den Wettbewerb mit Anbietern wie Motel One, 25hours oder dem Marriott-Ableger Moxy sucht. Die Zimmer sind im stylischen Dschungel-Design eingerichtet, das Restaurant bietet die angesagten Bowl-Gerichte, bei denen mehrere Zutaten in einer Schüssel angerichtet werden. Im April sollte in Amsterdam das insgesamt vierte Ninety-Nine-Hotel aufmachen, im Mai in Augsburg der Standort Nummer fünf. Doch die beiden Eröffnungsfeiern mussten verschoben werden.

Statt Expansion ist bei Centro derzeit Stillstand angesagt. Infolge der Corona-Krise hat die Kette fast alle ihrer 64 Hotels geschlossen. Nur zwei Häuser – in Bremen und Hamburg – sind geöffnet.

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Zum Unternehmen, zum Unternehmer

Das Unternehmen Die Centro Hotel Group mit Sitz in Hamburg betreibt 64 Hotels in Deutschland und Österreich. Neben den Centro-Businesshotels umfasst die im Jahr 2005 gegründete Kette neue Marken wie Ninety Nine, Fourside und die Boutique-Hotels. Zudem unterhält die Gruppe im Düsseldorfer Rheinturm das Restaurant Qomo. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen 1,3 Millionen Übernachtungen, der Umsatz belief sich auf rund 100 Millionen Euro. Die Gruppe beschäftigt insgesamt 1200 Mitarbeiter, davon 100 in der Zentrale in Hamburg.

Die Unternehmer Der 34 Jahre alte Rahman Neiro ist Gründer und alleiniger Gesellschafter der Hotelkette. Sein erstes Hotel übernahm der gebürtige Hamburger im Alter von 18 Jahren. Später absolvierte er parallel ein Hotelmanagement-Studium in Dubai. Bei Centro kümmert er sich um die Akquise neuer Häuser. Für das operative Geschäft zeichnet seine Schwester Homeira Amiri verantwortlich. Die 44-Jährige hat Modedesign studiert und war als Eventmanagerin tätig, bevor sie im Jahr 2010 ins Unternehmen ihres Bruders einstieg. Amiri ist verheiratet und hat drei Kinder.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Scharrenbroch, Christine
Christine Scharrenbroch
Freie Autorin in der Wirtschaft.
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