Mietwagenkonzern

Sixt profitiert vom Reiseboom

Von Ilka Kopplin, München
10.08.2022
, 17:34
Sixt profitiert von der Reiselust der Menschen.
Nach zwei Jahren Corona möchten die Menschen wieder verreisen. Bahnhöfe und Flughäfen sind stark besucht, auch die Autovermieter spüren die Reiselust. So hat Sixt im ersten Halbjahr Rekorde für Umsatz und Ergebnis erzielt.
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Nach zwei Pandemiejahren möchten die Menschen wieder verreisen. Das zeigt sich schon seit Monaten nicht nur an Flughäfen und Bahnhöfen, sondern auch in den Zahlen der Autovermieter. So hat auch Sixt dank des Reisebooms und gestiegener Mietwagenpreise in den vergangenen sechs Monaten Rekorde für Umsatz und Ergebnis verzeichnet.

Und auch für die kommenden Monate bleibt das im M-Dax notierte Unternehmen aus Pullach nahe München zuversichtlich. „Wir sehen weiterhin eine hohe Reisetätigkeit anhand der Buchungslage“, sagte Ko-Vorstandsvorsitzender Alexander Sixt in einer Telefonkonferenz mit Journalisten anlässlich der Halbjahreszahlen.

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In den ersten sechs Monaten stiegen die Erlöse um etwa 60 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 betrug das Plus 17 Prozent. Nähere Angaben dazu, wie stark der Umsatz im ersten Halbjahr durch höhere Preise gestiegen war, wollte Sixt am Mittwoch nicht machen. Der Vorsteuergewinn legte auf 223 nach rund 64 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zu.

„Unsere Internationalisierungsstrategie zahlt sich weiterhin aus, und die Geschäftsentwicklung ist ein starker Beleg für die Robustheit unseres Unternehmens“, sagte Sixt weiter. Erst im Juli war der Autovermieter in Kanada eingestiegen. Wachstumstreiber im ersten Halbjahr war demnach das europäische Auslandsgeschäft mit einem Plus von 82 Prozent. In Amerika, wo Sixt nach eigenen Angaben an mittlerweile 36 von 50 wichtigen Flughäfen vertreten ist, legte der Umsatz um 66 Prozent zu, in Deutschland um 33 Prozent.

Die Unsicherheit, was Reisen anbelange, sei „sehr unglücklich“, sagte jedoch Sixt mit Blick auf das Chaos an Flughäfen. Bislang habe das aber auf das eigene Geschäft keine negativen Auswirkungen gehabt. „Es könnte allerdings auch positive Effekte haben, weil Menschen auf Flugreisen verzichten und aufs Auto umsteigen“, sagte er.

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Laufzeit der Flotte verlängert

Positiv beurteilte das Management indes, dass es gelungen war, die Flotte trotz der Lieferschwierigkeiten der Autokonzerne zu verstärken – auch durch längere Laufzeiten. Der durchschnittliche Fahrzeugbestand erreichte demnach im ersten Halbjahr knapp 130.000 Fahrzeuge und damit 24 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Das Vorkrisenniveau aus 2019 wird der Vermieter allerdings nach den Worten des Finanzchefs, Kai Andrejewski, in diesem Jahr nicht mehr erreichen. Auch gehe man bei der Verlängerung der Laufzeiten umsichtig vor, sagte Alexander Sixt. Es handle sich dabei im Regelfall um höchstens drei Monate.

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Der Konzern geht für dieses Jahr davon aus, das obere Ende des angepeilten Korridors für den Vorsteuergewinn von 380 bis 480 Millionen Euro zu erreichen. An der Börse verlor der Sixt-Kurs dennoch um rund 8 Prozent in einem positiven Markt.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Kopplin, Ilka
Ilka Kopplin
Wirtschaftskorrespondentin in München.
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