FAZ plus ArtikelSpotify, Konzerte, Meta & Co

Musik und Krise

EIN KOMMENTAR Von Benjamin Fischer
12.08.2022
, 07:51
Große Bühne, große Show: Coldplay beim ausverkauften ersten Konzert im Frankfurter „Deutsche Bank Park
Das Streaming erweist sich als robust, was sich in den Zahlen der Musikriesen widerspiegelt. Doch das muss nicht so bleiben – und in der Konzertwelt ist die Lage schwieriger, als es ausverkaufte Festivals und große Konzerten weismachen.
ANZEIGE

Die drei Platzhirsche der Musikindustrie zeigen sich bislang beachtlich krisenfest. Die Quartalszahlen von Marktführer Universal Music, Sony Music und mit kleinen Abstrichen Warner Music sprechen eine deutliche Sprache. Allzu überraschend kommen sie nicht, trägt doch maßgeblich das Streaming zum stetigen Wachstum der Branche bei. Hier läuft auch das Geschäft von Marktführer Spotify weiterhin rund. Während der Video-Dienst Netflix das zweite Quartal in Folge einen Nutzerschwund vermelden musste, gewann Spotify sogar mehr zahlende Nutzer als prognostiziert hinzu.

Nun macht der Vergleich mit Netflix nur bedingt Sinn. Schließlich locken Video-Dienste vor allem mit eigenen, teuer produzierten Inhalten. Die Musikanbieter dagegen verfügen über den größtenteils gleichen Katalog. Exklusiv angeboten werden vor allem Podcasts. Das ist ein Wachstumsmarkt, doch das Kerngeschäft bleibt die Musik. Offensichtlich schätzen die Nutzer den Luxus des permanenten Zugriffs auf mehr als 70 Millionen Lieder sehr – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Hinzu kommt, dass alle führenden Musikdienste nicht zuletzt wegen der mangelnden Unterschiede mit Preiserhöhungen bislang verhalten verfahren sind. Einzelne, gerade Kombi-Tarife sind im Preis zwar gestiegen. 9,99 Euro für ein Einzelabonnement aber sind nach wie vor Standard in den großen Märkten.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenbild/ Benjamin Fischer
Benjamin Fischer
Redakteur in der Wirtschaft.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
ANZEIGE