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FAZ plus ArtikelLebensmittelkonzern

Nestlé scheitert mit hohlem Zucker

Von Johannes Ritter
 - 10:08
Gemüse ist jetzt auch Nestlés Fleisch: Schweizer Bulette auf Pflanzenbasis

Die Hoffnungen waren groß, als der Lebensmittelkonzern Nestlé im Jahr 2017 einen neuen, kalorienarmen Zucker erfand. Dieser besteht nicht aus festen Kristallen, sondern hat eine poröse Struktur. Dadurch sorgt er im Mund schneller für einen süßen Geschmack. Weil dieser Zucker innen hohl ist, hat er weniger Masse und weniger Kalorien. Das Schweizer Unternehmen sorgte mit diesem patentgeschützten Verfahren für Schlagzeilen. Schließlich ist Zucker als „weißes Gift“ verschrien, das Menschen dick und krank macht, wenn sie zu viel davon konsumieren. Nahrungsmittelkonzerne tun gut daran, den Einsatz des Grundstoffs für Süßigkeiten oder Getränke von sich aus zu verringern, bevor es der Gesetzgeber noch stärker als bisher vorschreibt.

Nestlé entwickelte mit viel Aufwand ein Produkt, das dank der innovativen Hohltechnik 30 Prozent weniger Zucker enthielt: Der Schokoriegel namens „Milkybar Wowsomes“ kam im Frühjahr 2018 in Großbritannien auf den Markt. Danach folgten weitere zuckerreduzierte Produkte. Doch diese kamen nicht gut an. „Die Kunden störten sich daran, wie die Schokolade sich im Mund anfühlt“, erläuterte Technologie-Chef Stefan Palzer im Umfeld der Nestlé-Jahrespressekonferenz am Unternehmenssitz in Vevey. Durch den Einsatz des Strukturzuckers sei die Schokolade nicht so cremig wie gewohnt. Zugleich sei das Naschwerk wegen der hohen Entwicklungs- und Produktionskosten vergleichsweise teuer gewesen. Dies kombiniert mit den sensorischen Nachteilen habe im Markt nicht funktioniert.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Ritter, Johannes
Johannes Ritter
Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.
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