Soziales Netzwerk

OnlyFans verbannt Pornos doch nicht

Von Gustav Theile
25.08.2021
, 16:10
Ein Laptop zeigt die OnlyFans-Internetseite.
Video
Das Geld war der Grund, warum OnlyFans sexuell explizite Inhalte verbannen wollte. Jetzt hat das Unternehmen offenbar eine Lösung gefunden.
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Die Plattform OnlyFans verbannt Pornographie nun offenbar doch nicht. Denn das Unternehmen scheint auf der Suche nach einer Finanzierungslösung fündig geworden zu sein. Auf dem verifizierten Twitter-Konto des Unternehmens hieß es: „Wir haben ausreichend Zusagen erhalten, um unsere vielfältige Creator-Gemeinschaft zu unterstützen und haben die für den 1. Oktober geplanten Änderungen ausgesetzt.“ OnlyFans wurde von Banken zugesichert, dass die Plattform jedes „Genre von Creatorn“ unterstützen könne, zitiert CNN das Unternehmen.

Der Rückzieher kommt unerwartet. Ende vergangener Woche hatte die Plattform angekündigt, explizite sexuelle Handlungen nicht mehr zuzulassen. Noch in der Ausgabe der Financial Times von diesem Mittwoch hatte OnlyFans-Chef Tim Stokely den Schritt mit der Haltung von Banken begründet, die aufgrund von Sorgen um ihre Reputation nicht mit OnlyFans kooperierten. „Wir hatten keine Wahl, die kurze Antwort darauf ist: Banken.“

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130 Millionen Nutzer

Stokely führte aus: „Wir zahlen mehr als einer Million Creatorn mehr als 300 Millionen Dollar im Monat aus.“ Dafür brauche man den Finanzsektor. Manche Banken hätten aber jede einzelne Zahlung in Verbindung mit OnlyFans zurückgewiesen.

© Twitter

Die Plattform ist für ihre pornographischen Inhalte bekannt. Auch deshalb hatte die angekündigte Verbannung für Überraschung gesorgt. Auf OnlyFans stellen vor allem Sexarbeiter, aber auch Musiker, Schauspieler und andere Influencer kostenpflichtig Inhalte online. Nutzer können diese dann abonnieren, OnlyFans behält davon 20 Prozent ein.

OnlyFans wird von vielen als eine Plattform gesehen, auf der Sexarbeiter und Pornodarsteller ihre Inhalte selbstbestimmter vermarkten können als auf gewöhnlichen Internetseiten mit pornographischen Inhalten. Diese sind häufig kostenlos und werbefinanziert.

Insgesamt kommt das Soziale Netzwerk eigenen Angaben zufolge auf 130 Millionen Nutzer. Knapp zwei Millionen Creator laden demnach Inhalte hoch. Auf Twitter kündigte OnlyFans nun an, in Kürze weitere Informationen an seine Creator zu verschicken.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Theile, Gustav
Gustav Theile
Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.
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