Opel-Mutterkonzern Stellantis

Die Produktionsausfälle weiten sich aus

Von Niklas Záboji, Paris
28.10.2021
, 11:41
Peugeot-Citroën-Produktion in Wuhan, China
Der Stellantis-Umsatz ist im Sommer um ein Drittel eingebrochen. 600.000 Autos konnten allein wegen des Halbleitermangels nicht produziert werden, rechnet der Konzern vor. Besserung sei in Sicht.
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Nicht nur der Streit mit den Gewerkschaften an den deutschen Standorten macht dem Opel-Mutterkonzern Stellantis derzeit zu schaffen. Wie andere Hersteller leidet der nach Absatz viertgrößte Autokonzern der Welt unter dem akuten Materialmangel. Das hat spürbare Auswirkungen auf die Produktion. Zu dem Konzern gehören neben Opel Marken wie Citroën, Peugeot und Fiat.

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Wie Stellantis am Donnerstag mitteilte, lag der Fahrzeugabsatz im dritten Quartal dieses Jahres rund 27 Prozent niedriger als im dritten Quartal des Vorjahres. Der Umsatz binnen Jahresfrist ging wegen Maßnahmen wie Preiserhöhungen oder des Verkaufs besonders teurer Fahrzeuge nicht ganz so stark, aber ebenfalls deutlich zurück um 14 Prozent.

Insgesamt setzte Stellantis in den Monaten Juli, August und September 1,1 Millionen Fahrzeuge ab. Das ist weitaus weniger als geplant. Rund 600.000 Autos hätten im Sommerquartal allein wegen des Halbleitermangels nicht produziert werden können, teilte der Konzern mit. Wettbewerber wie Renault hatten die Einbußen zuletzt auf eine ähnliche Größenordnung taxiert.

Erfolg der jüngsten Fahrzeugeinführungen

Für das Gesamtjahr hält der Konzern an seinem Ziel einer Umsatzrendite von etwa 10 Prozent fest – unter der Voraussetzung, dass sich der Materialmangel nicht noch weiter verschlimmert und es keine abermaligen Corona-Lockdowns in Europa und den USA gibt. Stellantis ist Anfang dieses Jahres entstanden aus der Fusion von Fiat Chrysler und der PSA-Gruppe.

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Besserung sei allerdings in Sicht, betonte Finanzvorstand Richard Palmer am Donnerstag. „Der Trend ist positiv. Wir sehen eine Stabilisierung beim Angebot und eine Verbesserung der Produktion im Monatsvergleich“, sagte er. Der Produktionsausfall werde wegen fehlender Teile zum Jahresende nicht mehr ganz so hoch ausfallen wie im Sommer.

Dass der Umsatz nicht ganz so stark in die Knie ging wie der Absatz, führt Palmer auch auf den Erfolg der jüngsten Fahrzeugeinführungen zurück, nicht zuletzt im E-Auto-Segment. Zu den jüngsten Markteinführungen zählen der DS 4 von Citroën, der neue Opel Mokka und der neue Peugeot 308. Anfang 2022 kommt zudem der Grand Cherokee der Konzernmarke Jeep mit Elektroantrieb auf den Markt. Die Stellantis-Aktie notierte am Donnerstag im frühen Handel leicht im Plus.

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Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Zaboji, Niklas
Niklas Záboji
Wirtschaftskorrespondent in Paris
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