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FAZ plus ArtikelRolls-Royce

Luxus läuft doch

Von Holger Appel
 - 06:35

In der vergangenen Woche hat eine Meldung die an die Unerschütterlichkeit der Luxusautos glaubende Welt aufgeschreckt. Die Familien Porsche und Piëch als Mehrheitseigentümer von VW seien mit der Entwicklung der Konzernmarke Bentley unzufrieden, hieß es in der F.A.Z. vom 5. Januar. Die 1998 übernommene britische Edelmarke entwickele sich zum Sanierungsfall, mache Verlust, der Absatz sinke. Ist der enge Markt im Abschwung, die reiche Klientel zögerlich? Nun drängt sich der Verdacht auf, Bentley macht etwas falsch.

Denn die seinerzeit aus der Scheidung an BMW abgegebene Marke Rolls-Royce vermeldet das Gegenteil. Mit 4107 verkauften Wagen sei 2018 das beste Absatzergebnis der 115 Jahre währenden Unternehmensgeschichte erreicht worden. Rolls-Royce erweise sich als stabiler Ertragsbringer für das bayerische Mutterhaus, das werde auch 2019 so bleiben. Die Marke erfreue sich steigender Nachfrage rund um die Welt. Größter Markt waren die Vereinigten Staaten. Nach Deutschland gehen jährlich gut 100 Autos. Am besten verkauft sich das Einstiegsmodell Ghost, die frisch aufgelegte Spitzenlimousine Phantom legte den Angaben zufolge kräftig zu. Auch mit dem Wagnis, mit einiger Verspätung nach dem optisch anstrengenden Bentley Bentayga selbst ein SUV in den Luxusmarkt einzuführen, zeigt sich Rolls-Royce zufrieden. Vom Cullinan seien die ersten Exemplare als Weihnachtsgeschenk ausgeliefert worden, die Bestellungen reichten in das dritte Quartal 2019. Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös sagte der F.A.Z., die „Resonanz ist durchschlagend“. In Amerika, Russland, China oder in den Emiraten wirke das riesige Auto mit seinem 12-Zylinder-Motor gar nicht zu groß und treffe den Geschmack. Gleichwohl blickt Rolls-Royce auch in eine elektrische Zukunft, nach dem Jahr 2021 werde ein vollelektrischer Wagen kommen, bekräftigt er. Auf Hybridantrieb werde die Marke verzichten.

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Quelle: F.A.Z.
Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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