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Rüstungskonzern

Rheinmetall wittert gute Geschäfte in der Türkei

Aktualisiert am 08.03.2017
 - 14:26
Der Schützenpanzer Puma aus dem Hause Rheinmetall
Vor allem die Ausschreibung für einen Kampfpanzer dürfte den Rüstungskonzern aus Düsseldorf interessieren. Auf die Kritik einer Linken-Politikerin antwortet das Unternehmen prompt.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will sein Geschäft in der Türkei ausbauen. Über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem türkischen Lkw- und Bushersteller BMC wolle sich Rheinmetall an künftigen Ausschreibungen in dem Land beteiligen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Im vergangenen Jahr hatte die Tageszeitung „Welt“ über Absichten des Konzerns berichtet, Rad- und Kettenpanzer in der Türkei zu bauen. Am Mittwoch hieß es im Magazin „Stern“, die Pläne dazu seien weit fortgeschritten.

Die Branche rechnet künftig etwa mit einer Ausschreibung zum Bau des geplanten türkischen Kampfpanzers „Altay“. Rheinmetall verteidigte Pläne zum Ausbau des Rüstungsgeschäfts. „Die Türkei ist nach wie vor ein wichtiger Handelspartner Deutschlands, ein voll integrierter Nato-Partner und nach wie vor ein Beitrittskandidat für die Europäische Union“, sagte der Sprecher.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen sagte dem „Stern“, der geplante Einstieg von Rheinmetall in die Produktion von Panzern in der Türkei sei „ein ungeheuerlicher Vorgang“. Vom Unternehmen hieß es: „In der Bewertung der Situation in Kundenländern folgt Rheinmetall - wie auch andere Unternehmen - der Beurteilung der Bundesregierung“. Rheinmetall hält einen Anteil von 40 Prozent an dem Joint Venture mit dem türkischen Unternehmen BMC und einem weiteren Partner.

Quelle: bfch./dpa
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