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Schmiergeld-Prozess

Früherer Siemens-Vorstand Sharef freigesprochen

 - 09:44
Uriel Sharf (rechts) und Verteidiger auf dem Weg ins Landgericht.

Der frühere Siemens-Vorstand Uriel Sharef ist im wohl letzten großen Prozess um den Milliarden-Schmiergeldskandal bei Siemens freigesprochen worden. Das Landgericht München folgte am Freitag damit dem Antrag der Verteidigung.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe über ein Jahr und zehn Monate sowie eine Geldstrafe gefordert. Die Ankläger hatten dem 69-Jährigen zur Last gelegt, vor elf Jahren die Bestechung argentinischer Regierungsvertreter und die Einrichtung schwarzer Kassen gedeckt zu haben. Rund 9,5 Millionen Dollar seien im Zusammenhang mit einem Auftrag für elektronische Pässe an den seinerzeitigen Siemens-IT-Ableger SBS geflossen. Sharef war im Siemens-Vorstand für die Region Lateinamerika zuständig.

Die Richterin erklärte, mehrere Zeugen seien für das Gericht nicht greifbar gewesen. Sie bemängelte auch die Arbeit der Staatsanwaltschaft, die Akten unvollständig vorgelegt habe. Mehrere Vernehmungsprotokolle seien für eine Aufarbeitung der Vorwürfe unbrauchbar gewesen. „Eine Gesamtschau der Beweismittel stützt eine Verurteilung nicht.“

Der Ende 2006 aufgeflogene Schmiergeldskandal hatte Siemens erschüttert und kostete viele Manager den Job. Von den früheren Vorständen wurde bislang allerdings lediglich Johannes Feldmayer wegen der verdeckten Finanzierung der Betriebsräteorganisation AUB schuldig gesprochen. Mehrere Manager der mittleren Führungsebene wurden zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Über Jahre sollen 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle geflossen sein, um Aufträge zu ergattern. Die größte Korruptionsaffäre der deutschen Wirtschaftsgeschichte hat Siemens 2,5 Milliarden Euro gekostet.

Quelle: DPA/Reuters
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