FAZ plus ArtikelHaftung für Ölkonzerne

Shell muss in Nigeria entschädigen

Von Hendrik Kafsack, Brüssel
29.01.2021
, 19:01
Haften Konzerne für das Handeln von Tochtergesellschaften in Drittstaaten? Niederländische Richter haben dazu ein wegweisendes Urteil gefällt. Das könnte auch eine Wirkung auf das Lieferkettengesetz haben.

Immer öfter gehen die Opfer von Verstößen gegen Menschenrechte und Umweltschutz in asiatischen oder afrikanischen Staaten vor Gerichten in EU-Staaten gegen die ihrer Ansicht nach verantwortlichen europäischen Unternehmen vor. Die Opfer eines Brandes in der Bekleidungsfabrik Ali Enterprises in Karachi 2012 versuchten in Deutschland Schmerzensgeld vom Hauptauftraggeber, dem deutschen Textildiscounter Kik, durchzusetzen.

Sie scheiterten, weil das Dortmunder Landgericht die Klage 2019 nach pakistanischem Recht als verjährt ansah. Nun aber haben vier nigerianische Bauern in den Niederlanden einen Erfolg im Streit mit dem niederländisch-britischen Ölkonzern Royal Dutch Shell um Schadenersatz für Umweltverschmutzung durch austretendes Öl in Nigeria erzielt.

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Quelle: F.A.Z.
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Hendrik Kafsack
Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
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