40 Prozent Wertverlust

Siemens schreibt Milliarden auf Siemens-Energy-Aktien ab

30.06.2022
, 21:11
Schwache Performance: Die Aktie von Siemens-Energy führt zu Turbulenzen beim Mutterkonzern.
Probleme mit einer spanischen Tochter, Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland: Der jungen Siemens-Tochter Energy geht es an der Börse gar nicht gut. Siemens steht deswegen vor erheblichen Verlusten.
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Die jüngsten Kursverluste von Siemens Energy schlagen beim Großaktionär Siemens teuer zu Buche. Eine Sonderabschreibung werde das Ergebnis nach Steuern im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni mit etwa 2,8 Milliarden Euro belasten, teilte der Dax-Konzern Siemens überraschend am Donnerstagabend in München mit.

Mit einem Schlusskurs von 13,99 Euro am Donnerstag liege der Marktwert des 35-prozentigen Anteils deutlich unter dem Buchwert, teilte Siemens mit. Damit könnte der Münchner Mischkonzern für diese Zeit in die roten Zahlen rutschen und gezwungen sein, seine Jahresprognose zu stutzen. Die Quartalszahlen und „deren Auswirkungen auf den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr“ werde Siemens am 11. August veröffentlichen, hieß es in der nach Börsenschluss herausgegebenen Pflichtmitteilung.

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Daten von Refinitiv zufolge erwarteten Analysten bisher einen Nettogewinn von 1,5 Milliarden Euro im dritten Quartal. Ein Siemens-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Siemens Energy kämpft seit längerem mit Problemen bei der spanischen Windkrafttochter Siemens Gamesa. Im Mai dampfte der Konzern seine Prognose ein und kündigte die vollständige Übernahme von Siemens Gamesa an, um dort besser durchgreifen zu können. Dennoch hat Siemens Energy seit Anfang des Jahres knapp 40 Prozent seines Börsenwertes verloren. Die Sanierung der spanischen Tochter werde Jahre dauern, hatte Siemens-Energy-Chef Christian Bruch gewarnt.

Im zweiten Quartal hatte Siemens einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro verbucht, ein Rückgang um 49 Prozent, weil dem Konzern unter anderem die Sanktionen in Russland zusetzten. Für das Gesamtjahr sagte Siemens bisher eine Steigerung des Gewinns je Aktie auf 8,70 bis 9,10 Euro voraus. Die Siemens-Aktie reagierte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate kaum auf die Neuigkeiten vom Abend.

Quelle: Reuters/dpa
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