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So verteuert der Klimawandel den Winterurlaub

Von Michaela Seiser, Wien
26.11.2018
, 06:56
Teure Auffahrt: Skiregionen haben investiert, die Preise für Liftkarten steigen.
Aufwendiger Pistenzauber: Zwei Drittel aller Pisten in Österreich können mittlerweile technisch beschneit werden. Das lassen sich die Betreiber einiges kosten.

Wer im Winter dem Pistenvergnügen frönt, muss vermutlich mehr Geld ausgeben. In den Alpen müssen Skifahrer wegen teurer Investitionen in den populären Tourismusgebieten immer tiefer in die Tasche greifen. Auch in diesem Jahr wird der Skiurlaub in Österreich abermals kostspieliger. Zu diesem Ergebnis kommt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Wien, der seit eineinhalb Jahrzehnten die Preisentwicklung in den Skiregionen beobachtet. Demnach stiegen in Österreich die Preise der Tageskarten für Erwachsene sowie der Sechs-Tages-Tickets im Schnitt stärker als die Inflation. Den höchsten Preis für eine Tageskarte muss demnach Urlaub in der beginnenden Saison im Nobelort Kitzbühel in Tirol zahlen. Dort kostet der Tagespass 57 Euro. Am billigsten ist die Karte im kleinen Skigebiet Raggal in Vorarlberg mit 22 Euro. Wer sich mit kleineren Skigebieten zufrieden gibt, kommt also merklich günstiger davon.

Das Salzburger Saalbach rangiert mit 55 Euro für eine Tageskarte knapp hinter dem Spitzenreiter. Platz drei der teuersten Skigebiete in Österreich teilen sich Arlberg, Sölden und Ischgl/Samnaun mit jeweils 54,50 Euro für eine Erwachsenen-Tageskarte. Doch auch in zentraler Lage in Österreich lässt sich bei moderaten Preisen ein Wintersporttag erleben. Der Königsberg in Hollenstein an der Ybbs gibt 14 Pistenkilometer her, die Wintersportler für 26 Euro nutzen können.

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Lukrative Wintergäste

Die Tourismuswirtschaft erwirtschaftet in Österreich mehr als ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts. In der vergangenen Wintersaison verzeichneten die Beherbergungsbetriebe mit 71,84 Millionen Übernachtungen einen Höchststand. Mehr als ein Drittel davon entfallen auf Urlauber aus Deutschland. In der kalten Jahreszeit wurden damit zwar etwa drei Millionen Übernachtungen weniger als im Sommer erzielt, die täglichen Ausgaben eines Wintergastes liegen mit 153 Euro aber um einiges höher als bei eines Sommergastes mit 125 Euro.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Seiser, Michaela (ela.)
Michaela Seiser
Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.
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