FAZ plus ArtikelSorgen in der Wirtschaft

In Glasgow geht es für die Deutschen um viel

Von Helmut Bünder, Bonn, Bernd Freytag, Mainz, Martin Gropp und Uwe Marx, Frankfurt
29.10.2021
, 22:26
Ein ThyssenKrupp-Steel-Mitarbeiter schaut sich Spulen aus CO2-reduziertem Stahl an.
Das Tempo im Kampf gegen die Erderwärmung soll auf dem Klimagipfel erhöht werden. Wo die deutschen Leitindustrien derzeit stehen und was der grüne Umbau kostet.
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Mit Wasserstoff zu grünem Stahl

Die Stahlindustrie spielt für den Klimaschutz eine Schlüsselrolle. Selbst in den modernsten Hochöfen und Hüttenwerken fallen für jede Tonne Rohstahl fast 2 Tonnen Kohlendioxid an. „Die Weltklimakonferenz in Glasgow sollte dazu genutzt werden, konkrete Schritte zu vereinbaren, wie die ehrgeizigen Klimaziele erreicht werden können. Die Stahlproduktion weltweit steht für 7 Prozent der globalen CO2-Emissionen und sollte daher mit ins Zentrum der klimapolitischen Überlegungen gestellt werden“, sagte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.

In Deutschland wollen die Stahlunternehmen ihre Emissionen schon bis 2030 um rund ein Drittel verringern. Machbar ist das nur durch einen grundlegenden technologischen Wandel: Koks und Kohle werden durch Gas ersetzt, das den Sauerstoff aus dem Eisenerz löst. Schon Erdgas, das etwa ArcelorMittal in seinem Werk in Bremen verwendet, verspricht eine deutliche Verminderung der Emissionen. Der Weg zu praktisch klimaneutralem Stahl führt aber über Wasserstoff, der CO2-frei mit Hilfe von Ökostrom (oder Atomenergie) hergestellt wird.

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Autorenporträt / Bünder, Helmut (bü.)
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Bernd Freytag
Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.
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