FAZ plus ArtikelSpionagesoftware Pegasus

Apple kämpft mit Sicherheitslücke

Von Roland Lindner
14.09.2021
, 18:07
Auf dem Display eines Apple iPhone sind verschiedene Apps zu sehen.
iPhones und andere Geräte konnten mit der Spionagesoftware Pegasus infiziert werden – ohne jedes ein Warnsignal. Nach Angaben der Forschergruppe Citizen Lab existierte die Schwachstelle mindestens seit Februar dieses Jahres.

Eine Sicherheitslücke hat Nutzer von iPhones und anderen Apple-Produkten monatelang anfällig für Hacking-Angriffe gemacht. Eine Gruppe von Forschern fand jetzt eine Sicherheitslücke, die es erlaubte, die Geräte über Apples Kurzmitteilungsdienst iMessage mit der berüchtigten Spionagesoftware Pegasus zu infizieren. Die dabei eingesetzte Methode ist besonders heimtückisch, denn sie erlaubt sogenannte „Zero-Click“-Angriffe. Das heißt, Pegasus kann auf einem Gerät eingeschleust werden, ohne dass der Nutzer davon etwas mitbekommt oder etwas tun muss, also etwa auf einen Link in einer Kurzmitteilung oder einer E-Mail klicken.

Ist die Pegasus-Software auf einem iPhone, kann sie zum Beispiel die Kamera und die Mikrofone einschalten und Inhalte wie Standortdaten, Kurzmitteilungen oder E-Mails an diejenigen weitergeben, die das Gerät ausspionieren wollen. Die Forscher haben die Sicherheitslücke nach eigener Aussage in der vergangenen Woche an Apple gemeldet, und am Montag hat Apple ein Software-Update veröffentlicht, um die Lücke zu schließen. Nutzern wird empfohlen, ihre Geräte umgehend zu aktualisieren.

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Roland Lindner
Wirtschaftskorrespondent in New York.
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