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Die Digitalisierung des Musikmarktes hat gerade erst begonnen

Von Jonas Jansen
17.09.2018
, 19:43
Kürzlich hat der Bundesverband Musikindustrie mitgeteilt, dass in Deutschland zum ersten Mal mehr Umsatz mit Musikstreaming als mit der CD erzielt wurde.
Stimmungen sind heute viel wichtiger als ganze Alben. Doch für personalisierte Playlisten brauchen Streamingdienste Daten. Wie sammeln sie diese und was machen sie noch damit?

Der schwedische Musikstreamingdienst Spotify hat 180 Millionen Nutzer, der Konkurrent Deezer aus Frankreich zählt etwas mehr als 14 Millionen. Das hört sich auf den ersten Blick an, als sei dort ein Kampf schon entschieden, bevor er überhaupt begonnen hat. Doch wer so denkt, irrt – und das gleich aus mehreren Gründen. Es hat zu tun mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen, mit dem Aufkommen gigantischer Gegner in einem rasanten Wachstumsmarkt und der Tatsache, dass Musikstreaming gerade erst damit anfängt abzuheben.

Kürzlich hat der Bundesverband Musikindustrie mitgeteilt, dass in Deutschland zum ersten Mal mehr Umsatz mit Musikstreaming als mit der CD erzielt wurde. In Schweden, dem Mutterland von Spotify, war das schon vor fünf Jahren so, die Amerikaner zogen im Jahr 2015 nach. Nun haben sich auch die Deutschen daran gewöhnt. Mit 47,8 Prozent Marktanteil liegt der Musikabruf aus der Cloud sogar deutlich vor der CD, die noch auf 34,4 Prozent des Umsatzes kommt. Während das Audio-Streaming um 35,2 Prozent zulegte, verlor die silberne Scheibe fast ein Viertel.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Jansen Jonas
Jonas Jansen
Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
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