FAZ plus ArtikelStillstand in Fabriken

Wer hat Schuld am Chipdebakel?

Von Christian Müßgens und Stephan Finsterbusch
27.03.2021
, 11:51
Erst Corona, dann die Kälte in Texas, nun das Feuer von Japan. Große Chipfabriken stehen still – und das verschärft den Streit in der Autoindustrie.

Der Brand in einer der Chipfabriken der japanischen Renesas-Gruppe an der Ostküste Nippons ist für die Autoindustrie auf der ganzen Welt ein neuer schwerer Schlag. Denn das Unglück wird das Angebot an Halbleitern weiter verknappen und die ohnehin brisante Lage in den Lieferketten der Fahrzeugbauer verschärfen. Herstellern wie Ford, VW, Toyota und Honda droht eine abermalige Drosselung ihrer Fertigung. Denn Steuer- und Speicherchips für Daten aller Art sind einer der wichtigsten Bausteine eines modernen Autos.

Das mehr als fünf Stunden lodernde Feuer wird die Halbleiter-Fertigung in Renesas 300-Millimeter-Wafer-Fabrik von Hitachinaka für mindestens einen Monat außer Betrieb setzen. Der Ausfall hat globale Folgen. Denn Renesas ist einer der großen Chiplieferanten der Autoindustrie. Schon vor dem Feuer waren Chips für Autohersteller aufgrund von Fehleinschätzungen und einer falschen Einkaufspolitik eine teure Mangelware.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Müßgens, Christian
Christian Müßgens
Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
Stephan Finsterbusch  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Stephan Finsterbusch
Redakteur in der Wirtschaft.
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