Tabakindustrie

Marlboro-Werbekampagne verboten

09.10.2013
, 19:01
Das Landratsamt München hat dem Zigarettenkonzern Philip Morris seine aktuelle bundesweite Marlboro-Werbung verboten. Sie sei besonders geeignet, Jugendliche zum Rauchen zu verführen.

Das Landratsamt München hat Phillip Morris die „Maybe“-Werbekampagne verboten, weil sie besonders geeignet sei, Heranwachsende zum Rauchen zu veranlassen, erklärte die Behörde am Mittwoch.

Die „Maybe“-Kampagne von Marlboro läuft schon seit 2011. Die Kampagne zeige „jugendlich bzw. heranwachsend aussehende Personen in alterstypischen Situationen“ mit der Aussagen „Don’t be a maybe - be Marlboro!“. Laut der Behörde spreche die Kampagne Jugendliche und Heranwachsende als Zielgruppe an. Sie suggeriere, die Zigarette mache aus einem Zauderer (Maybe) einen Macher (Be). Das Verbot gelte bundesweit für Plakaten, Flyer, Kino- und andere Werbung.

Die im Landkreis München ansässige Philip Morris GmbH erklärte, der Bescheid entbehre „rechtlich und tatsächlich jeder Grundlage“. Die Kampagne solle erwachsene Marlboro-Raucher in ihrer Wahl bestärken und Raucher von Konkurrenzmarken abwerben. Der Konzern prüfe rechtliche Schritte.

Die Gesellschaft für Konsumforschung hatte schon im Sommer aufgrund einer Online-Befragung von tausend Jugendlichen gezeigt, dass mit der Kampagne bei 14- bis 17jährigen der gleiche Werbeeffekt wie bei Erwachsenen erzielt wird. Und zwar ganz besonders effektiv bei jungen Mädchen.

Quelle: FAZ.NET/dpa
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