Elektroautohersteller

Tesla stellt neuen Chef für künstliche Intelligenz ein

21.06.2017
, 10:26
Noch ist die Hand häufig am Steuer in Teslas Limousine Model S.
Ein wichtiger Software-Entwickler geht, ein angesehener Forscher für künstliche Intelligenz kommt: Der Elektroautohersteller Tesla ändert die Besetzung des Autopiloten-Teams.
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Swift heißt eine Programmiersprache, die der Technologiekonzern Apple für sein Betriebssystem iOS erfunden hat. Der federführende Vordenker dafür war der Software-Experte Chris Lattner gewesen, der jahrelang in Diensten Apples stand - bis vor sechs Monaten. Da wechselte er von dem iPhone-Unternehmen zu einem anderen prominenten, aber bislang deutlich weniger erfolgreichen Arbeitgeber in der amerikanischen Hochtechnologie-Branche: dem Elektroautohersteller Tesla.

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Dort kümmert er sich um die Software für den mit viel Hoffnung verbundenen Autopiloten, der aus den Tesla-Wagen eines Tages komplett autonom fahrende Fahrzeuge machen soll. Seit diesem Mittwoch muss man sagen, er kümmerte sich. Denn Lattner wird Tesla wieder verlassen, wie er selbst über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt hat. „Es stellt sich heraus, dass Tesla nicht gut zu mir passt“, schreibt er („Turns out that Tesla isn't a good fit for me after all“).

Für wen er künftig arbeiten wird, das steht noch nicht fest. Seine Bewerbung brachte er über Twitter gleich mit auf den Weg. Dass nur er nicht mehr für Tesla arbeiten wollte, scheint allerdings nicht die alleinige Ursache für seinen Abgang zu sein. „Chris war einfach nicht der Richtige für Tesla, und wir haben entschieden, eine Änderung vorzunehmen“, sagte ein Tesla-Sprecher gegenüber dem Internetportal „The Verge“.

Dazu passt, dass Tesla am Dienstagabend - bevor Lattner seine Tweet absetzte - mitteilte, einen neuen Fachmann für künstliche Intelligenz (KI) einzustellen, der künftig den Posten des KI-Direktors bekleiden und die Entwicklung des Autopiloten mitverantworten soll. Er heißt Andrej Karpathy und hat sich in seinem Fach bereits einen Namen gemacht. Derzeit arbeitet er als Forscher für die nicht-gewinnorientierte Unternehmung Open AI, die einmal von Tesla-Günder und Unternehmenschef Elon Musk und anderen Silicon Valley-Investoren wie beispielsweise Peter Thiel auf den Weg gebracht wurde.

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Karpathy forscht in derzeit angesagten Bereichen in der künstlichen Intelligenz („Reinforcement Learning“ und „Generative Adversarial Networks“). Bevor er zu Open AI kam, arbeitete er für den Technologiekonzern Alphabet (Google) und dort im Forscherteam der Künstliche-Intelligenz-Tochtergesellschaft Deep Mind.

Erklärvideo
Wie funktionieren selbstfahrende Autos?
© afp, afp
Quelle: ala.
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