FAZ plus ArtikelFür mehr Lohn und Viren-Schutz

Verdi geht bei Amazon in das neunte Streikjahr

Von Thorsten Winter
29.03.2021
, 11:01
Im April 2013 rief Verdi erstmals zu Streiks bei Amazon auf. Das Ziel: ein Tarifvertrag. Bislang kein Erfolg. Nun kommt Corona erschwerend hinzu.

Verdi hat seine Mitglieder an mehreren Standorten des Amazon-Konzerns zu Streiks vor Ostern aufgerufen. Vier Tage lang soll der Ausstand dauern, unter anderem in den Logistikzentren Fra1 und Fra3 in Bad Hersfeld. Wie oft hat die Gewerkschaft an dem osthessischen Standort schon zu Streiks aufgerufen? „Oh, das weiß ich nicht, das müsste ich recherchieren“, sagt Mechthild Middeke, die für Bad Hersfeld zuständige Gewerkschaftssekretärin.

Klar ist: Seit dem April 2013 versuchen sie und ihre Mitstreiter, den Weltkonzern zu überzeugen, die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels anzuerkennen. Amazon verwies im Gegenzug immer auf die im Branchenvergleich hohen Löhne, Boni, Amazon-Aktien für Beschäftigte und Zusatzleistungen. Nun kommt das Corona-Risiko als möglicher Hebel ins Spiel: Verdi will tarifliche Regelungen zum Schutz der Gesundheit erreichen. Zur Erinnerung: Der Kreis Hersfeld-Rotenburg ist Hotspot in Hessen mit einer Inzidenz von rund 300. Verdi rechnet mit etwa 500 Streikenden an einem Standort mit mehr als 3500 Beschäftigten.

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Autorenporträt / Winter, Thorsten (thwi)
Thorsten Winter
Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.
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