Videokonferenzdienst

Zoom muss für „Zoombombing“ zahlen

Von Roland Lindner, New York
02.08.2021
, 15:55
Der Videokonferenzanbieter Zoom wurde durch die Corona-Krise deutlich bekannter.
Die Corona-Krise hat Zoom erfolgreich gemacht – und in die Kritik gebracht. Für einen Teil der Klagen legt die Plattform jetzt Geld auf den Tisch.
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Zoom gilt als einer der größten Gewinner der Corona-Krise. Aber inmitten rasant steigender Popularität geriet der amerikanische Anbieter einer Videokonferenzplattform auch wegen Sicherheitslücken und fragwürdiger Datenschutzpraktiken in die Defensive. So wurde sogenanntes „Zoombombing“ zu einem Phänomen, also das Kapern von Videokonferenzen durch Fremde.

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In einigen Fällen haben diese unerwünschten Gäste Pornografie oder Hassinhalte auf Bildschirmen von Zoom-Teilnehmern eingeblendet. Gegen Zoom wurden eine Reihe von Klagen eingereicht, die sich um Sicherheit und Datenschutz drehten. Eine Sammelklage in Kalifornien, in der viele dieser Rechtsstreitigkeiten gebündelt wurden, hat jetzt zu einem Vergleich geführt. Zoom hat sich dabei bereit erklärt, 85 Millionen Dollar an seine Kunden zu zahlen und seine Sicherheitspraktiken zu verbessern.

Gegenstand dieser Klage war neben Zoombombing auch der Vorwurf, das Unternehmen habe persönliche Daten mit Internetdiensten wie Google, Facebook oder LinkedIn geteilt. Ein Teil der in dem Vergleich erfassten Zoom-Nutzer soll nun 25 Dollar bekommen oder – falls das ein größerer Betrag ist – 15 Prozent ihrer Gebührenzahlungen. Für eine andere Nutzergruppe ist eine Erstattung von bis zu 15 Dollar vorgesehen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenportät / Lindner, Roland
Roland Lindner
Wirtschaftskorrespondent in New York.
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